23.10.2021, 20:46
Es war alleine eine Herausforderung, in Oxenfurt einzudringen. Schließlich wurde die Stadt bereits nun längere Zeit von Radovid dem Strengen besetzt gehalten, das hieß Hexenjäger und Kontrollen wo das Auge nur hinsah. Er war nicht fahrlässig genug, sich einfach in die Stadt zu teleportieren und als Esterad konnte er auch nicht in Erscheinung treten, würde ein Weinhändler doch niemals die Bibliothek der Akademie aufsuchen. Er tarnte sich daher als junger Student, eine hübsche Illusion – rote Haare, grüne Augen, etwas runderes Gesicht und eine feine Nase überzeugten eigentlich die meisten das man von dem jungen Tom nichts zu erwarten hatte. Erhebliche Summen Geld musste er dafür ausgeben, über Strohmänner eine Durchreisegenehmigung zu erlangen mit denen er schließlich die einfachen Büttel der redanischen Armee überzeugen konnte ihn durchzulassen. Zu Fuß hatte er sich dann über den Marktplatz begeben, war etwas geschlendert um etwaige Verfolger abzuschütteln und schließlich stand er in einer Seitengasse vor der Akademie.
Hier hatte er sich mit Philippa Eilhardt verabredet, nun, nicht direkt. Sie hatte versprochen eine Vertreterin zu schicken um sich die Sache gemeinsam anzusehen. Forschte er für die meistgesuchteste Zaubererin des Nordens schließlich nach wie vor, wie es gelingen könnte das von Radovid genommene Augenlicht wiederherzustellen. Es gab insgesamt vier nennenswerte Bibliotheken, die bei solchen schwierigen Sachverhalten eine Anlaufstelle bilden könnten. Da wäre zum einen Oxenfurt zu nennen, die nilfgaardische Akademie, die Akademie von Ard Carraigh und Aretusa. Drei dieser Einrichtungen wurden von Radovid oder seinen Hilfsmännern bereits erwischt, während der Weg nach Nilfgaard zu weit war um spontan vorbeizuschneien. Außerdem hatte er die Bücher bereits vor seiner Abreise studiert, was nicht sehr ergebnisreich war, Unterlagen sie doch der Zensur des Reiches. Zwar wurde vieles von den Hexenjägern zerstört, allerdings hatte er aus gut informierten Quellen erfahren, das es dennoch einige Überbleibsel in den Regalen der Akademie gab die es wert waren zu studieren. Zumal er vor allem nach alchemistischen Texten suchte, welche möglicherweise nicht allzu sehr Opfer der radovidschen Inquisition geworden sind. Kurzerhand blickte er auf seine silberne Taschenuhr, wartend wer ihm wohl präsentiert werden würde. Philippa hatte eine Vielzahl von Adjutanten und Lehrlingen, wohl auch diversester Herkunft soweit er wusste. Es war fraglich wie viele nach ihrem Fall von ihrer Position als Beraterin noch übriggeblieben sind. Generell gab es so einige Gerüchte was ihre Adjutanten anging, von Liebschaften mit den weiblichen Lehrlingen bis hin zu verschiedenen Spielen die allesamt etwas…seltsam klingen. Natürlich wusste er wie jeder gute Spieler um den Wert solcher Gerüchte, privat interessierten sie ihn allerdings keinesfalls. Es dauerte und dauerte, vermutlich wurde Philippas Vertreter ebenso aufgehalten wie er. Kurz überlegte er, seine Illusion abzulegen damit man ihn erkannte – allerdings war ihm das Risiko durchaus zu groß.
Nach einigen weiteren langen Minuten hörte er schließlich Schritte hinter sich, er drehte sich in der Gasse um – erwartend irgendjemand anzublicken, nur diese eine Person nicht, war er doch nicht gerade begeistert von dem Anblick der sich bot. Vermutlich beinhaltet dieser Satz auch sogleich die Begründung, warum dem so war: Es war eine ehemalige Studentin der Akademie Nilfgaards die er nur allzu gut kannte, hatte er doch überdurchschnittlich viel Zeit mit ihr verbracht nur um am Ende die Avancen der jungen Dame in den Wind zu schlagen, überblendet von wissenschaftlicher Neugier. Gewiss war er damals noch ein wenig…kälter als er dies mittlerweile war, hatte es Saskia doch geschafft ihn etwas anzutauen, zumindest soweit zu erkennen was er damals angerichtet hat. Ohne eine weitere Vorstellung zu benötigen grüßte er also recht trocken mit: „Aelies. Ich wusste gar nicht dass du mittlerweile für Philippa unterwegs bist.“ Er lächelte sacht, wenn auch mit der Gewissheit das es anfangs unerwidert bleiben würde. „Es ist…jedenfalls eine Überraschung dich zu sehen.“ Dabei ließ er offen, wer sich hinter der Illusion verbarg – auch wenn er doch meinen müsste, sie gut genug ausgebildet zu haben das sie solch eine leichte Fassade leicht durchblicken konnte. Er erinnerte sich nur zu gut daran, wie er sie bei einem Forschungsprojekt unterstützt hatte das ihn bald mehr fesselte als sie, weswegen er ihr auch erheblich unter die Arme griff. Leider nur in einem metaphorischen Sinne, kamen ihm doch mehrere direkte und indirekte Versuche in den Kopf den Lehrmeister zumindest einmal fernab der Bücher treffen zu können, welche Drazan allesamt in den Wind schlug. Einen Tee würde er heute vermutlich nicht mehr ausschlagen, mehr allerdings schon. Zauberer waren in der Beziehung furchtbar direkte Wesen – eine Eigenschaft, in der er ausnahmsweise einmal wirklich herausstach.
Hier hatte er sich mit Philippa Eilhardt verabredet, nun, nicht direkt. Sie hatte versprochen eine Vertreterin zu schicken um sich die Sache gemeinsam anzusehen. Forschte er für die meistgesuchteste Zaubererin des Nordens schließlich nach wie vor, wie es gelingen könnte das von Radovid genommene Augenlicht wiederherzustellen. Es gab insgesamt vier nennenswerte Bibliotheken, die bei solchen schwierigen Sachverhalten eine Anlaufstelle bilden könnten. Da wäre zum einen Oxenfurt zu nennen, die nilfgaardische Akademie, die Akademie von Ard Carraigh und Aretusa. Drei dieser Einrichtungen wurden von Radovid oder seinen Hilfsmännern bereits erwischt, während der Weg nach Nilfgaard zu weit war um spontan vorbeizuschneien. Außerdem hatte er die Bücher bereits vor seiner Abreise studiert, was nicht sehr ergebnisreich war, Unterlagen sie doch der Zensur des Reiches. Zwar wurde vieles von den Hexenjägern zerstört, allerdings hatte er aus gut informierten Quellen erfahren, das es dennoch einige Überbleibsel in den Regalen der Akademie gab die es wert waren zu studieren. Zumal er vor allem nach alchemistischen Texten suchte, welche möglicherweise nicht allzu sehr Opfer der radovidschen Inquisition geworden sind. Kurzerhand blickte er auf seine silberne Taschenuhr, wartend wer ihm wohl präsentiert werden würde. Philippa hatte eine Vielzahl von Adjutanten und Lehrlingen, wohl auch diversester Herkunft soweit er wusste. Es war fraglich wie viele nach ihrem Fall von ihrer Position als Beraterin noch übriggeblieben sind. Generell gab es so einige Gerüchte was ihre Adjutanten anging, von Liebschaften mit den weiblichen Lehrlingen bis hin zu verschiedenen Spielen die allesamt etwas…seltsam klingen. Natürlich wusste er wie jeder gute Spieler um den Wert solcher Gerüchte, privat interessierten sie ihn allerdings keinesfalls. Es dauerte und dauerte, vermutlich wurde Philippas Vertreter ebenso aufgehalten wie er. Kurz überlegte er, seine Illusion abzulegen damit man ihn erkannte – allerdings war ihm das Risiko durchaus zu groß.
Nach einigen weiteren langen Minuten hörte er schließlich Schritte hinter sich, er drehte sich in der Gasse um – erwartend irgendjemand anzublicken, nur diese eine Person nicht, war er doch nicht gerade begeistert von dem Anblick der sich bot. Vermutlich beinhaltet dieser Satz auch sogleich die Begründung, warum dem so war: Es war eine ehemalige Studentin der Akademie Nilfgaards die er nur allzu gut kannte, hatte er doch überdurchschnittlich viel Zeit mit ihr verbracht nur um am Ende die Avancen der jungen Dame in den Wind zu schlagen, überblendet von wissenschaftlicher Neugier. Gewiss war er damals noch ein wenig…kälter als er dies mittlerweile war, hatte es Saskia doch geschafft ihn etwas anzutauen, zumindest soweit zu erkennen was er damals angerichtet hat. Ohne eine weitere Vorstellung zu benötigen grüßte er also recht trocken mit: „Aelies. Ich wusste gar nicht dass du mittlerweile für Philippa unterwegs bist.“ Er lächelte sacht, wenn auch mit der Gewissheit das es anfangs unerwidert bleiben würde. „Es ist…jedenfalls eine Überraschung dich zu sehen.“ Dabei ließ er offen, wer sich hinter der Illusion verbarg – auch wenn er doch meinen müsste, sie gut genug ausgebildet zu haben das sie solch eine leichte Fassade leicht durchblicken konnte. Er erinnerte sich nur zu gut daran, wie er sie bei einem Forschungsprojekt unterstützt hatte das ihn bald mehr fesselte als sie, weswegen er ihr auch erheblich unter die Arme griff. Leider nur in einem metaphorischen Sinne, kamen ihm doch mehrere direkte und indirekte Versuche in den Kopf den Lehrmeister zumindest einmal fernab der Bücher treffen zu können, welche Drazan allesamt in den Wind schlug. Einen Tee würde er heute vermutlich nicht mehr ausschlagen, mehr allerdings schon. Zauberer waren in der Beziehung furchtbar direkte Wesen – eine Eigenschaft, in der er ausnahmsweise einmal wirklich herausstach.
![[Bild: drazan_sig.png]](https://silverandsteel.de/images/user-sets/drazan_sig.png)

