23.10.2021, 21:40
Eines der Probleme den Schutz der Akademie aufgegeben zu haben machte sich immer dann deutlich, wenn es mehr als ein Feld-Wald und Wiesenzauber bedurfte, um ein Problem zu lösen. Entweder suchte er sich dann ein Untergrundlabor in Novigrad, die immer riskanter wurde oder er musste leider die Witwe besuchen. Zwar war er drauf und dran mit seiner ehemaligen Schülerin für sie ein Problem zu lösen, an dem er auch wirklich meisterhaft gearbeitet hatte, bis er in den Aufzeichnungen auf eine völlig andere Rezeptur stieß, die ihn so faszinierte – ach er konnte nicht anders. Er hatte ein halbes Vermögen für einige Reagenzien ausgegeben und hatte schließlich, die Tasche gut gefüllt mit Materialien, nach dem üblichen Geplänkel den Weg in den Keller angetreten. Man hatte ihn bereits vorgewarnt, dass er wohl belegt sei, aber das war nun wirklich nichts was einen Drazan Ehrendorn jemals von seiner Faszination abgehalten hatte. Dementsprechend unhöflich platzte er auch in das Labor, nickte Aelies nur knapp zu und wuchtete dann seine schwere Schultertasche auf einen kahlen Tisch. Sein Notizbuch auf die einen Seite des Tisch legend, organisierte er wie in einer Manie die verschiedenen Materialien, legte sie auf kleine Tellerchen oder in Gläser und begann wie von der Tollwut erfasst einige Formeln auf eine leere Seite zu kritzeln, wobei er immer mal wieder ein paar Seiten zurückblätterte.
Jeder der den ehemaligen Leiter der magischen Sondergruppe kannte, wusste, dass er genau in der Phase war wo man ihn besser nicht stören sollte – nicht, dass es Aelies zu ihrer Zeit es nicht trotzdem oft genug versucht hätte. Da war er an manchen Tagen tatsächlich deprimiert das Verwandlung keine sehr akzeptiere Strafe für Ungehorsam war. Um was ging es eigentlich? Tja…das war so eine Sache. Manchmal erblickte der Zauberer eine unfertige Formel und konnte einfach nicht anders als, nunja, sie vervollständigen. Sie war in einigen Notizen aus den Aufzeichnungen der, sicherlich ehemals fleißig arbeitenden, Gnome gefallen und seitdem hatte sie ihn nicht in Ruhe gelassen. Einige Berechnungen, Vermutungen und Hypothesen später war er dann endlich zu einem Ergebnis gekommen, dass ihn nun merkwürdige Kreidezeichnungen auf eine freie Fläche (möglichst weit entfernt von Aelies Arbeitsplatz) zeichnen ließ. Was zunächst nach einem furchtbaren Beschwörungsversuch aussah, entpuppte sich für das geübte Auge als simple Bannungs und Schutzkreise, nur für den Fall der Fälle, ehe es dann tatsächlich etwas merkwürdig wurde. Seltsame Kreise, eingezeichnete Flächen für die Reagenzien und teilweise absurde Untergründe, wie eine Schale aus Silber, Salz und seltsame Pilze auf die teilweise noch blutige Organe ausgenommener Kreaturen gebettet wurden trieben einen recht schnell zur Vermutung, dass man es mit einem wahnsinnigen zu tun haben müsste – wenn man dabei noch den Blick sah, der fokussiert zwischen allem hin und her sprang – ständig den Denkapparat hinter der Stirn mit Bildern fütternd, die dieser in einer unfassbaren Zeit zu verarbeiten schien. Ob da nicht die ein oder andere Substanz im Spiel war? Wieso sonst sollte der Zauberer in dem kühlen Keller schwitzen, mit jedem Wischen über seine Stirn die eigenen Haare an diese kleben? Irgendetwas musste doch sein!
„Was?“, sagte er dann in den Raum herein – etwa zehn Minuten zu spät. „Ah…“, er nickte zu sich selbst, „Das ist häufig in der Magie so – oftmals ist die eigene Realität ja eine ganz und gar andere als die Wirklichkeit…“ Sein Blick senkte sich wieder auf seinen, mittlerweile durchaus gewachsenen, Ritualkreis. „Nur nicht allzu sehr bei der Formel stottern, dann müsste das eigentlich klappen…“
Jeder der den ehemaligen Leiter der magischen Sondergruppe kannte, wusste, dass er genau in der Phase war wo man ihn besser nicht stören sollte – nicht, dass es Aelies zu ihrer Zeit es nicht trotzdem oft genug versucht hätte. Da war er an manchen Tagen tatsächlich deprimiert das Verwandlung keine sehr akzeptiere Strafe für Ungehorsam war. Um was ging es eigentlich? Tja…das war so eine Sache. Manchmal erblickte der Zauberer eine unfertige Formel und konnte einfach nicht anders als, nunja, sie vervollständigen. Sie war in einigen Notizen aus den Aufzeichnungen der, sicherlich ehemals fleißig arbeitenden, Gnome gefallen und seitdem hatte sie ihn nicht in Ruhe gelassen. Einige Berechnungen, Vermutungen und Hypothesen später war er dann endlich zu einem Ergebnis gekommen, dass ihn nun merkwürdige Kreidezeichnungen auf eine freie Fläche (möglichst weit entfernt von Aelies Arbeitsplatz) zeichnen ließ. Was zunächst nach einem furchtbaren Beschwörungsversuch aussah, entpuppte sich für das geübte Auge als simple Bannungs und Schutzkreise, nur für den Fall der Fälle, ehe es dann tatsächlich etwas merkwürdig wurde. Seltsame Kreise, eingezeichnete Flächen für die Reagenzien und teilweise absurde Untergründe, wie eine Schale aus Silber, Salz und seltsame Pilze auf die teilweise noch blutige Organe ausgenommener Kreaturen gebettet wurden trieben einen recht schnell zur Vermutung, dass man es mit einem wahnsinnigen zu tun haben müsste – wenn man dabei noch den Blick sah, der fokussiert zwischen allem hin und her sprang – ständig den Denkapparat hinter der Stirn mit Bildern fütternd, die dieser in einer unfassbaren Zeit zu verarbeiten schien. Ob da nicht die ein oder andere Substanz im Spiel war? Wieso sonst sollte der Zauberer in dem kühlen Keller schwitzen, mit jedem Wischen über seine Stirn die eigenen Haare an diese kleben? Irgendetwas musste doch sein!
„Was?“, sagte er dann in den Raum herein – etwa zehn Minuten zu spät. „Ah…“, er nickte zu sich selbst, „Das ist häufig in der Magie so – oftmals ist die eigene Realität ja eine ganz und gar andere als die Wirklichkeit…“ Sein Blick senkte sich wieder auf seinen, mittlerweile durchaus gewachsenen, Ritualkreis. „Nur nicht allzu sehr bei der Formel stottern, dann müsste das eigentlich klappen…“
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