07.05.2022, 20:04
Mit einem kurzen Heben der Augenbrauen und einem leisen „Hm.“, stellte Elsbeth für sich also fest, dass es in der Rettungsaktion im Sinne des Dorfes für den Hexer nicht wirklich ein „Wir“ gab, besonders, wenn es um die Zahlung ging. Wahrscheinlich hatte er deshalb nicht dort auf sie gewartet, um die Vereinbarung direkt allein zu treffen. Sehr charmant. Allein der Wert der Phiole, die sie zwischen den kalten Fingern hielt, überstieg wahrscheinlich den von ihm ausgehandelten Preis der angestrebten Säuberung. Dass es nicht wirklich einen Markt dafür gab, mal außen vorgelassen. Und so verzog sie kurz mit einem eindeutig wertenden Blick, der soviel aussagte wie „Das merk ich mir“ das Gesicht, ehe sie die Phiole mit einer ihr sehr eigenen Sorgfältigkeit schon fast sanft in seine Hand legte, als würde sie ihm ein nicht nur materiell, sondern auch persönlich wertvolles Geschenk machen. Sie verfolgte den Weg ihrer Gabe noch einen Moment lang mit einem fast mahnenden Blick, ehe sie sich wieder dem Inhalt der Ledertasche widmete. Das leise Klimpern, das die hin- und hergeschobenen Phiolen und Glasflaschen im Inneren der Tasche auslösten, untermalte dabei sacht die allgemeine Erklärung der Situation, die Falgeirr ihr zutrug und der sie mit einem mehr oder mindern aufmerksamen Nicken folgte. Die durch seine Worte wurde ihr nun wieder klar, dass es sich bei ihrem Ziel offenbar tatsächlich um ein offenbar intelligentes und durchaus als gefährlich zu bezeichnendes Wesen handelte. Das hatte sie bis hier hin gut verdrängt und so nahm ihre Miene nun doch wieder deutlich ernstere Züge an, während sie weiter kramte. Hier und da fand eine gut gesicherte Flüssigkeit den Weg in ihre Mantel- oder Gürteltasche, zu guter Letzt sammelte sie schließlich das mit Silbersplittern und einem netten, explosiven Zauberspruch gefüllte bauchige Mondstaubbombe ein. Während sie sich aufrichtete erwiderte sie für einen kurzen Moment direkt den Blick des Hexers, der erfreulich entschlossen wirkte und mit dessen Plan sie halbwegs einverstanden war. Nicht, dass sie meinte, es besser zu wissen, sonst hätte sie sich ihre durchaus überteuerte Begleitung einfach gespart. Aber allein die Ansage, im Zweifel lieber gar nichts zu machen, weckte direkt einen gewissen Trotz in ihr, obwohl sie mittlerweile fast daran gewohnt sein sollte, dass man ihr offenbar nicht allzu viel zutraute. Aber da sie wusste, dass sie sich hier lieber darauf verließ, dass sich der Hexer für sie die Hände schmutzig machte und auf sie aufpasste um seinen Lohn später einzustreichen, setzte sie am Ende seiner Belehrung ein perfektes Lächeln auf. „Schrei einfach, wenn du meine Hilfe brauchst.“, schlug sie ihm dann mit einem vielsagenden Nicken vor, das Falgeirr schon gar nicht mehr mitbekam, da er sich bereits ein paar Schritte vorwärtsbewegt hatte, während sie noch ihre Tasche schulterte ehe sie ihm folgte.
Elsbeth wog die Mondstaubbombe, für deren wirkungsvollen Inhalt sie ein paar Gabeln aus der Küche geklaut hatte, in der Hand ab, während sie sich dem Ziel näherten und stoppte ihren Gang schließlich, als sie seine rechte Seite erreichte. Sie blickte erst zu ihm hinauf, dann zu der Phiole in seiner Hand und verzog in einem Anflug von Mitgefühl kurz das Gesicht. Sie hatte in der Arbeit für dieses Gesöff einen ausgeprägten Respekt vor dem Kontakt mit der schwarzen Flüssigkeit entwickelt und es nicht einmal testweise auf den Kontakt mit auch nur der eigenen Fingerspitze ankommen lassen, sodass ihr die Aussicht, dass sich Falgeirr dies einverleiben würde, schon fast selbst wehtat. „Zum Wohl.“ Sie nickte ihm zu, ließ die Tasche dann wieder neben sich auf den Boden sinken und ließ einen prüfenden Blick über die Szene vor ihnen schweifen. Es war nicht so, als dass ihr so ein Köhlergelände bekannt war, aus rein taktischer Sicht war es ebenso einzuschätzen, wie aus ästhetischer – als eher unschön. Unschön fand sie auch den Umstand, dass das Gelände fast gespenstisch und unwirklich ruhig vor ihnen lag und sie keinerlei Bewegung ausmachen konnte, die für Falgeirrs Plan, dem Vampir direkt die Axt zwischen die Schulterblätter zu treiben irgendwie essentiell gewesen wäre. Weiter auf der dringlichen Suche nach ihrem Ziel reckte Elsbeth noch ein wenig den Hals und stellte sich auf die Zehenspitzen, womit sie dennoch nicht einmal ansatzweise den Überblick erhielt, den Falgeirr neben ihr hatte. „Kannst du irgendwas sehen?“, fragte sie dann leise und wie beiläufig drückte sie ihm die Mondstaubbombe in die Pranke, denn das Gefühl der sich deutlich aufstellenden Nackenhaare weckte in ihr abrupt das dringende Bedürfnis, selbst beide Hände frei zu haben. „Was, wenn er uns schon gehört hat?“, fragte sie dann, unterschwellig auf die Tatsache anspielend dass sich der Hexer neben ihr nicht gerade wie auf Katzenpfoten fortbewegte und so ein Monster höchstwahrscheinlich mit eher überdurchschnittlichen Sinnen ausgestattet war? „Oder gar nicht allein ist?“ Sie merkte, wie ein wenig Panik in ihr Aufstieg und besann sich allein auf eine Regung des Hünen neben ihr, lieber den Mund zu halten. In einer gleichsam entschuldigenden und vermeintlich sich selbst zu beruhigenden und zur Stille zwingenden Bewegung legte sie sich mit leicht gesenktem Kopf die Fingerspitzen auf die Lippen, während sie einmal hörbar tief ein- und ausatmete. Just in diesem Moment zog eine Bewegung an der baufälligen Hütte links von ihrem derzeitigen Standpunkt ihre Aufmerksamkeit auf sich, die auch Falgeirr nicht entgangen war. Elsbeths Körper straffte sich wieder, während sie ihre Hände wieder langsam sinken ließ und sich ihre Augenbrauen ein wenig zusammenzogen. „Ist er das?“, fragte sie dann zweifelnd, denn die gebückte Gestalt, die dort aus der Tür geschlurft kam, wirkte wenig angsteinflößend. Ihr Kopf neigte sich ein wenig zur Seite, offenbar hatte das Vieh sie noch nicht bemerkt. Sie blickte wieder zur Falgeirr hinauf und wartete auf seinen Plan, der hoffentlich nicht beinhaltete, sich hinterrücks zwischen den Kohlemeilern anzuschleichen – in Anbetracht der schieren Größe des Hexers wirkte die Aussicht darauf für sie doch eher albern.
Elsbeth wog die Mondstaubbombe, für deren wirkungsvollen Inhalt sie ein paar Gabeln aus der Küche geklaut hatte, in der Hand ab, während sie sich dem Ziel näherten und stoppte ihren Gang schließlich, als sie seine rechte Seite erreichte. Sie blickte erst zu ihm hinauf, dann zu der Phiole in seiner Hand und verzog in einem Anflug von Mitgefühl kurz das Gesicht. Sie hatte in der Arbeit für dieses Gesöff einen ausgeprägten Respekt vor dem Kontakt mit der schwarzen Flüssigkeit entwickelt und es nicht einmal testweise auf den Kontakt mit auch nur der eigenen Fingerspitze ankommen lassen, sodass ihr die Aussicht, dass sich Falgeirr dies einverleiben würde, schon fast selbst wehtat. „Zum Wohl.“ Sie nickte ihm zu, ließ die Tasche dann wieder neben sich auf den Boden sinken und ließ einen prüfenden Blick über die Szene vor ihnen schweifen. Es war nicht so, als dass ihr so ein Köhlergelände bekannt war, aus rein taktischer Sicht war es ebenso einzuschätzen, wie aus ästhetischer – als eher unschön. Unschön fand sie auch den Umstand, dass das Gelände fast gespenstisch und unwirklich ruhig vor ihnen lag und sie keinerlei Bewegung ausmachen konnte, die für Falgeirrs Plan, dem Vampir direkt die Axt zwischen die Schulterblätter zu treiben irgendwie essentiell gewesen wäre. Weiter auf der dringlichen Suche nach ihrem Ziel reckte Elsbeth noch ein wenig den Hals und stellte sich auf die Zehenspitzen, womit sie dennoch nicht einmal ansatzweise den Überblick erhielt, den Falgeirr neben ihr hatte. „Kannst du irgendwas sehen?“, fragte sie dann leise und wie beiläufig drückte sie ihm die Mondstaubbombe in die Pranke, denn das Gefühl der sich deutlich aufstellenden Nackenhaare weckte in ihr abrupt das dringende Bedürfnis, selbst beide Hände frei zu haben. „Was, wenn er uns schon gehört hat?“, fragte sie dann, unterschwellig auf die Tatsache anspielend dass sich der Hexer neben ihr nicht gerade wie auf Katzenpfoten fortbewegte und so ein Monster höchstwahrscheinlich mit eher überdurchschnittlichen Sinnen ausgestattet war? „Oder gar nicht allein ist?“ Sie merkte, wie ein wenig Panik in ihr Aufstieg und besann sich allein auf eine Regung des Hünen neben ihr, lieber den Mund zu halten. In einer gleichsam entschuldigenden und vermeintlich sich selbst zu beruhigenden und zur Stille zwingenden Bewegung legte sie sich mit leicht gesenktem Kopf die Fingerspitzen auf die Lippen, während sie einmal hörbar tief ein- und ausatmete. Just in diesem Moment zog eine Bewegung an der baufälligen Hütte links von ihrem derzeitigen Standpunkt ihre Aufmerksamkeit auf sich, die auch Falgeirr nicht entgangen war. Elsbeths Körper straffte sich wieder, während sie ihre Hände wieder langsam sinken ließ und sich ihre Augenbrauen ein wenig zusammenzogen. „Ist er das?“, fragte sie dann zweifelnd, denn die gebückte Gestalt, die dort aus der Tür geschlurft kam, wirkte wenig angsteinflößend. Ihr Kopf neigte sich ein wenig zur Seite, offenbar hatte das Vieh sie noch nicht bemerkt. Sie blickte wieder zur Falgeirr hinauf und wartete auf seinen Plan, der hoffentlich nicht beinhaltete, sich hinterrücks zwischen den Kohlemeilern anzuschleichen – in Anbetracht der schieren Größe des Hexers wirkte die Aussicht darauf für sie doch eher albern.
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