The Square
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Willkommen, lieber Reisender!

Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
[closed] Brauchen wir einen Pflock?

[closed] Brauchen wir einen Pflock?
Elsbeth
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#4
23.10.2021, 22:30
Seine Frage sorgte für ein kurzes Zucken ihrer Mundwinkel. „Würde das etwas am Preis ändern?“, fragte sie dann beiläufig, den Blick hinab auf den Tisch senkend, um das Stück Papier nun sorgfältig zusammenzufalten und seinen folgenden Worten zu lauschen. Der Griff der Finger um das Pergament war eindeutig zu fest, als dass Elsbeth einen entspannten Eindruck machte, dafür brauchte man weder ein überaus empathischer Mensch noch in der Lage sein, Gedanken zu lesen. Auch die Tatsache, dass sie es vermied, dem Hexer nun in die Augen zu blicken, sondern weiter auf ihre eigenen Hände blickte, während sie seinen Worten aufmerksam folgte. Tatsächlich drehten sich in ihrem Kopf die Gedanken, auf der Suche nach Auswegen, Abzweigungen, von denen Sie im Falle eines Falles Gebrauch machen könnte. Seine Worte klangen wenig hoffnungsvoll für ihren Plan, doch nicht ausweglos. Sie bedachte seine Aussage, dass er ihr keinen höheren Vampir beschaffen würde, mit einem leichten Nicken und hob erst jetzt den Kopf wieder, um ihn anzusehen, sich nun selbst ein wenig zurücklehnend und das Pergament endlich loslassend. Sie verschränkte die Hände wieder ineinander.

„Ich verlasse mich da gern auf dein Urteil.“, begann sie dann mit nach einer kurzen Pause, in welcher sie seine Preisvorstellung verarbeitete, „Wenn wir uns auf ein hässliches Monsterviech einigen können, das… sagen wir, den einfachen Vampiren ein Stück weit überlegen ist. Ich brauche keinen Flatterer von nebenan, den jeder Bauernjunge mit einer Schaufel vom Kellergewölbe hauen könnte.“ Sie seufzte und ahnte, dass sie sich auf dünnes Eis begab. Die Berufsehre von jemandem anzuzweifeln konnte schneller nach hinten losgehen, als man dachte. „Da dieser Auftrag jedoch für mich von großer Bedeutung ist und ich deinen Aufwand und das zusätzliche Risiko durchaus einsehe…“ Sie hätte mit den Augen gerollt über ihre Phrasen, wenn er nicht hingesehen hätte, doch sein Blick lag dermaßen stur und eindringlich auf ihr, dass sie es nicht mal wagte zu blinzeln, „…schlage ich vor, dass ich dir Zweihundert vorher und Sechshundert nachher gebe.“ Beim Aussprechen dieser Zahlen zog sich ihr Inneres deutlich zusammen – immerhin zahlte sie die Summe im Zweifel aus eigener Tasche, hatte sie doch vor Philippa schön den Mund über ihre Pläne gehalten und würde beim Fehlschlag kaum bei ihr um finanzielle Unterstützung bitten. Doch da Gold das einzige Mittel war, mit dem sie Überzeugungsarbeit leisten konnte, würde sie schon irgendwie einen Weg finden. In der allerletzten Not hatte sie ja immer noch einen großzügigen Vater irgendwo in Nilfgaard…

Über ihre weiteren Bedingungen breitete sie vorerst noch den Mantel des Schweigens, lohnte es doch nicht, die Sache noch komplizierter zu machen, bevor sich das Gegenüber auf das Grundlegende eingelassen hatte. „Für die Kosten der Reise, so denn sie nötig ist, komme ich gern auf.“ Sie lächelte auf ihren generösen Vorschlag hin zu dem Hexer hinüber – so ein Angebot würde er wohl kaum einem seiner Kollegen überlassen. Zur Beendigung ihres Vorschlages klatschte sie leise in die Hände und hob dann abwartend die Augenbrauen. „Wie klingt das?“
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