The Square
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Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
[closed] Brauchen wir einen Pflock?

[closed] Brauchen wir einen Pflock?
Elsbeth
Administrator
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#2
23.10.2021, 22:26
Bisher waren ihren Planungen erstaunlich erfolgreiche Ergebnisse gefolgt, die sie kaum erwartet hätte und fast so etwas wie Misstrauen in ihr schürten. Der allgemeinen Lage in den Nordlanden lag die Befürchtung, von der nächstbesten Schankmaid an die Hexenjäger verraten zu werden, erschreckend nahe. Und so war ihr auch beim Kontakt zu den Vermittlern ihrer Nachricht nicht sehr wohl gewesen, obwohl der Preis, den sie dafür zahlte dermaßen hoch gewesen war, dass sie für einen kurzen Augenblick in Versuchung war, die nicht verabredete Eskorte aus sieben kampferprobten Männern wieder abzubestellen – anders konnte sie sich das Zustandekommen der Summe nicht erklären. Doch wie erwartet hatte keine Mannschaft in der Taverne auf sie gewartet, nur ein junges Mädchen, das ihr freudestrahlend die Tür geöffnet und ihr einen Platz angeboten hatte und entweder nicht ahnte, was hier vonstattenging, oder in alle Einzelheiten eingeweiht worden war und somit mehr oder minder unfreiwillig zur Wissenden wurde. Was Elsbeth wiederum dezent beunruhigte – eine potentielle Gefahrenquelle. Sie wünschte der Diebesgilde nur, dass das junge Ding ihr Mundwerk zu zügeln wusste und über das Treffen, das hier anberaumt war, niemals auch nur eine Silbe verlieren würde.

Eine leichte Nervosität konnte sie sich nicht absprechen. Den Becher Wein, den man ihr serviert hatte, mit den Fingerspitzen auf der Tischplatte drehend, hielt sie die Tür zum gänzlich leeren Schankraum im Blick. Sie war deutlich zu früh eingetroffen und hatte gehofft, ein wenig zur Ruhe kommen zu können, bevor der Hexer auftauchen würde. Doch selbstverständlich hatte ihr die Wartezeit eher das Gegenteil beschert – eine dezente Übelkeit, kalte Hände und eine trockene Kehle sowie den Zweifel daran, dass ihr Alleingang tatsächlich so eine gute Idee gewesen war. Doch ein Zurück gab es jetzt nicht mehr, schon allein, weil sie bestimmten Personen keinen Triumph gönnen wollte. Als schlechte Verliererin hätte sie es auch sich selbst kaum verziehen, was nichts daran änderte, dass sie deutlich zusammenzuckte, als es tatsächlich an der Tavernentür klopfte, was den Wein im Becher gefährlich nah an den Rand schwappen ließ. Sie richtete sich auf ihrem Stuhl auf und beobachtete die junge Frau mit fast schon warnendem Blick dabei, wie sie den kurzen Weg von der Theke bis zur Tür überwand. Es war immerhin nicht allzu abwegig, dass ihr das, was sie vor der Tür erwartete, einen gehörigen Schrecken einjagen würde – im besten Fall war es tatsächlich nur der Hexer, im schlimmsten eine Truppe der redanischen Armee oder eine Hand voll Hexenjäger. Unweigerlich zog eine unangenehme Anspannung in den schmalen Körper der Zauberin, die auch nicht nachlassen wollte, als die junge Frau öffnete und nicht einmal mit der Wimper zuckte. Elsbeth schlussfolgerte aus der Reaktion, dass der Hexer eingetroffen war – und dass die Dame Bescheid wusste. Ihre Miene verzog sich für einen kurzen Moment.

Der Anblick des Hexers hätte Elsbeth beruhigen sollen, denn weiterhin verlief alles nach Plan. Doch ihr gut ausgeprägter Überlebensinstinkt sorgte beim Anblick der gelben Augen und dem Gedanken daran, dass sie keinen Menschen, keinen Zauberer sondern einen waschechten Mutanten vor sich hatte, dafür, dass sowohl Körper als auch Geist in absolute Alarmbereitschaft versetzt wurden. Doch Elsbeth war eine gute Schauspielerin, immer schon gewesen, sodass sie sich fast soetwas wie ein Lächeln abringen konnte, als der Mann ohne ein Wort des Grußes seinen Stuhl heranzog und sich vor ihr nieder ließ. Dass sie selbst sitzend nicht unwesentlich den Kopf in den Nacken legen musste, um ihn das Gesicht zu blicken, hätte sie unter anderen Umständen zu einem amüsierten Kommentar hingerissen, in diesem Augenblick jedoch malten sich vor ihrem inneren Auge nur Szenen, in denen er ihr mit einem geschickten Handgriff das Rückgrat brach. Nein, vertrauensselig war Elsbeth noch nie gewesen. Für einen kurzen Moment breitete sich Stille im Schankraum aus, den die junge Schankdame ausnutzte, um einen Krug Bier vor den Hexer zu stellen. Elsbeth warf ihr einen schwer zu deutenden Blick zu, irgendetwas zwischen Warnung und Drohung ob ihrer Informationen über die beiden Anwesenden und einer dezenten Ungläubigkeit über ihr lässiges Verhalten.

Vielleicht einen Moment zu spät, um gänzlich unbeeindruckt zu scheinen, hob sie die bis eben noch fest ineinander verschränkten Hände aus dem Schoß und bettete sie nun übereinander auf dem Tisch. Ein langsames Nicken war die erste Reaktion, die sie auf seine Frage hin leisten konnte, welches sie mit einem erstaunlich festen „Ja.“ abschloss. Das fing ja ganz toll an. Ein leises Räuspern überspielte das tiefe, angestrengte Einatmen, dass sie brauchte, um ihre Gedanken und ihre Stimme soweit zu ordnen, dass sie sich traute, weiter zu reden. Sie wusste nicht, ob es ihr vielleicht ganz lieb war, dass er ihr sämtliche Höflichkeitsfloskeln und Vorstellungen ersparte sondern direkt zum Punkt kommen wollte. Seine Körpersprache und sein Blick ließen sie immerhin auch die letzte Versuchung, diese eben doch anzudeuten, verwerfen. Sie warf noch einen prüfenden Blick durch den Raum, um sich zu vergewissern, dass die Frau nicht noch mehr mitbekam, als sie eh schon wusste. „Ich benötige Eure…“ Sie stockte kurz, auf die Erkenntnis hin, dass der Hexer sie sogleich geduzt hatte und zog daraufhin kurz die Augenbrauen zusammen – sie war eindeutig andere Anreden gewohnt, dies zu bemerken wäre dennoch dezent töricht gewesen. „…deine Hilfe bei der Suche nach einem Vampir.“ Sie neigte kurz unentschlossen den Kopf zur Seite, vollführte mit der Rechten eine abwägende Handbewegung. „Nach irgendeinem Vampir trifft es eher.“ Hatte sie schon erwähnt, dass es um einen Vampir ging? Mit ausgestrecktem Zeigefinger bat sie um einen Moment, um aus der Innentasche ihres schwarzen Mantels, den sie erst gar nicht abgelegt hatte, ein Stück Pergament zu ziehen und es erst sorgsam zu entfalten und dann vor sich auf dem Tisch glatt zu streichen. „Ich konnte mich nicht für eine Art entscheiden.“, meinte sie dann, eher zu sich, als zu ihrem Gegenüber, während ihre Augen über die spärlichen Notizen, die sie gemacht hatte, huschten. „Ich fürchte ein Flatterer reicht mir nicht.“ Ihr dämmerte, dass sie sich vielleicht ein wenig anhörte, als wäre sie auf der Suche nach einem neuen Haustier. Sie hob den Blick wieder zum Hexer und deutete ein entschuldigendes Lächeln an. „Aber das sollte kein Problem sein, nicht?“ Sie hoffte inniglich, dass der Hüne, der vor ihr saß, seinen Platz und die Taverne auf ihre Ausführungen hin nicht einfach wortlos verlassen würde, weil er dachte, sie würde scherzen und seine Zeit vergeuden wollen, denn die Zauberin mochte in ihrem schlichten, schwarzen Kleid und den leichten Stiefeln nach allem aussehen, aber nicht nach einer Monsterjägerin.
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