The Square
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Willkommen, lieber Reisender!

Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
[closed] Brauchen wir einen Pflock?

[closed] Brauchen wir einen Pflock?
Falgeirr
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#1
23.10.2021, 22:24 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.10.2021, 22:40 von Elsbeth.)
Es war das erste Mal, dass er mit leeren Taschen den Weg zu der verruchten Taverne einschlug. Nicht selten hatte sein neugewonnener Reichtum von einem Auftrag hier ein frühes Ende gefunden, waren die Frauen hier zwar tatsächlich ausgesprochen gut – aber eben auch ausgesprochen teuer. Da er nicht gerade der große Freund davon war Schulden bei irgendjemandem zu haben, er war sich auch gar nicht sicher ob das in so einem Lokal eine Option war, ließ die leere Tasche eigentlich nur darauf schließen, dass er irgendetwas anderes vorhatte, außer dem Üblichen. Woraus das Übliche hier bestand, dass konnte sich jeder gerne selbst ausmalen. Nicht nur die leere Tasche war unüblich, als auch die Uhrzeit. Er war sich nach wie vor nicht sicher, ob die Taverne überhaupt geöffnet hatte – allerdings war die Einladung bezüglich der Uhrzeit sehr genau, in allen übrigen Themen hatte sie sich allerdings äußerst vage ausgedrückt. Jedoch ging es um etwas berufliches, so viel stand fest und da blieb Falgeirr nur selten fern. Hatte selbst ein Hexer der Bärenschule laufende Kosten und musste von irgendetwas leben – mehr als die Luft zum Atmen gab es schließlich nicht umsonst. Das um Aufträge neuerdings so ein Aufriss gemacht wurde, konnte er nur Bestens verstehen. Novigrad war alles andere als ein einfaches Pflaster, früher hatte sich jeder Aufenthalt in der Stadt gelohnt – die reiche Stadt hatte immer ein oder zwei Kaufleute, denen etwas gegen den Strich gegangen ist. Mittlerweile musste man sich gut überleben, ob man in die Stadt zurückkehren mochte. Die Anfeindungen der Kirche und ihrer Hexenjäger trafen zwar die eigentlichen Experten der Monsterjagd derzeit nur sehr bedingt, meist nicht mehr als heiße Luft und seltsame Blicke, allerdings heizte sich die Stimmung immer mehr auf. Wer schon Anderlinge angreift wird auch bald die Männer mit den Katzenaugen ausgelöscht haben wollen, daran gab es wirklich kein Zweifel. Vermutlich war lediglich die Nützlichkeit der Hexer ein Grund dafür, dass sie bis jetzt relativ unbeschadet aus der Sache herausgekommen sind. Die Hexenjäger rühmten sich zwar damit, die Faust des ewigen Feuers zu sein – aber ähnlich wie eine Faust sind die im Kampf gegen richtige Monster genauso nutzlos. Gegen Ertrunkene mags ja noch funktionieren, aber gegen was Ernsthafteres? Niemals.

Mit routinierten Griffen band er sein Pferd vor der Taverne an, lockerte sicherheitshalber seinen Waffengurt – waren so viele Hieb und Stichwaffen auf einmal nicht gerade etwas, dass man gerne in solchen Orten sah. Auch wenn er nur ungerne die Dinger abgab, war es wohl allemal besser als sie beim Pferd zu belassen. Der Blick dabei, wenn Leute versuchten das Arsenal des Hexers abzutransportieren war außerdem jedes Geld der Welt wert. Zweimal polterte er stark gegen die schwere Tür die am frühen Abend noch verschlossen war. Es dauerte nicht lange, ehe eine junge Dame, vermutlich irgendeine Aushilfe, die Tür öffnete. Sie grinste, erzählte ihm das er erwartet wurde und weil er dem zierlichen Ding wirklich nicht seine Waffen anvertrauen wurde folgte er ihr kurz um die tödlichen Instrumente irgendwo abzulegen. Es brauchte wirklich keine Katzenaugen um zu schlussfolgern, dass die einzige Person die sich außer ihm noch im Schankraum befand vermutlich die Person war, die ihm eingeladen hatte. Dementsprechend stapfte er auf die schwarzhaarige Frau zu, musterte sie kurz und zog dann einen Stuhl heran um sich ihr gegenüber zu setzen, die Arme zu einer unüberwindbaren Mauer aus emotionaler Kälte verschränkt. „Also…“, sagte er dann, „Du hast Arbeit, eh?“ Ihn interessierte nicht sonderlich, wo sie herkam, was sie machte oder wohin sie wollte. Der Auftrag und das Geld, das war der deutlich wichtigere Faktor und meistens war es besser, einfach nicht zu viele Nachforschungen anzustellen und sich zu sehr in Dinge involvieren zu lassen. Er war ein Werkzeug um Monster zu erledigen, keine Kraft die irgendwelche Dinge in Bewegung setzte. Sollten sich andere um Hintergründe kümmern, ihm war das egal. Was ihm allerdings nicht egal war, war die Tatsache das es in diesem Schuppen absolut zu warm war um in Hexer-Montur hier zu sitzen - und was für eine Montur das war. Wenn man noch viele Hexer der Bärenschule sehen würde, könnte man sagen das sie furchtbar typisch für die Hexer aus Skelliga war – eher für kalte Winde gedacht, als für das milde Klima auf dem Festland. Das Ganze hätte etwas mantelartiges, wenngleich es kein feiner Wollstoff war sondern Kette. Die Schultern waren unter Panzerplatten versteckt und lediglich die Hände waren wohl für den Besuch hier aus praktischen Gründen freigelegt, der Brustbereich wurde zusätzlich mit schwerem Leder über der Kette geschützt – am Kragen war Pelz angebracht und über allem lag ein silberner Bärenkopf an einer Kette, welcher Elsbeth ebenso finster anstarrte wie der Besitzer des Anhängers.
[Bild: sig1.png]
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