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Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
keys to the castle

keys to the castle
Elsbeth
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#5
23.10.2021, 22:09
Über seine Ausführungen hinweg hob Elsbeth nur in gespieltem Erstaunen die Augenbrauen, nickte hier und da, als würde sie Drazan nach jeder Wortgruppe außerordentlich genau zustimmen wollen und hörte doch nur halbherzig dabei zu. Es gab Themen, bei denen es sich einfach nicht lohnte, Details zu erfragen oder überhaupt den Anschein zu machen, mit ihm darüber diskutieren zu wollen, also nahm sie seinen Standpunkt zu moralisch und ethisch fragwürdigen Forschungsprojekten einfach hin, jedoch nicht ohne einen oder zwei abfällige Seitenblicke in seine Richtung zu werfen. Auch wenn sie die menschlichen Überreste in den Zellen nur sehr wage von ihrem Aufenthaltsort erkannte, war ihr das Grund genug, um das, was hier vor sich gegangen war, für ziemlich fehlgeleitet zu halten. Ob es Drazans fehlende Empathie oder der reine Wahn in seinem Kopf war, der ihn genau das eben anders sehen ließ, war dabei unerheblich. „Goethia.“, wiederholte sie dann, holte tief Luft und ließ sich in die Hocke sinken, um die Zeichen nun doch noch näher zu begutachten. Ihre Stirn legte sich in grübelnde Falten. Sie hätte gelogen, hätte sie behauptet, das Wort noch nie gehört zu haben, doch ebenso, hätte sie behauptet, sie hätte irgendeine Ahnung davon, was es bedeutete. Tatsächlich weckte Drazans wahrscheinlich sehr oberflächliche Erklärung so etwas wie Neugier in ihr. Mit einem weiteren Wink der Hand ließ sie ihre Lichtquelle ein wenig sinken, bevor sie ein Stück sorgfältig zusammengerolltes Pergament aus einer der Manteltaschen zog und es erst noch eine Weile nachdenklich in der Hand wog, bevor sie es langsam ausrollte.

“Des kaiserlichen militärischen Geheimdienstes“ Sie verzog auf die Belehrung Drazans hin deutlich genervt das Gesicht, rollte mit den Augen und äffte ihn stumm nach. „Keinesfalls.“, flüsterte sie dann und traf seinen Tonfall dabei so genau, dass sie fast selbst stolz auf sich war. Ihre eh schon angeschlagene Laune sank noch einmal deutlich, sodass sie sich in einer Geste aus Trotz nun aus der Hocke auf den Allerwertesten sinken ließ, ehe sie die Beine in einen mehr oder minder gemütlichen Schneidersitz verschränkte und einige ihrer Utensilien, die sie bei sich hatte, in ihrem Schoß zu sortieren. Sollte er doch seine Leichenbeschau fortsetzen und im nächsten Gang verschwinden, dann hätten beide ihre Ruhe voreinander. Der kaiserlich militärische Geheimdienst konnte sie mal genauso gern haben, wie Vattier oder Drazans magiesichere Zellen, deren Erwähnung ihr ein weiteres Rümpfen der Nase entlockten. Wurde ja immer schöner. Mit überdeutlichem Schwung entkorkte sie eine weitere Phiole, mit deren Inhalt sie das Pergament benetzte. Während die Fasern die klare Flüssigkeit aufsog legte Elsbeth den Kopf in den Nacken und warf wieder ihren Blick hinauf zu der Statue, die doch mit jedem Augenblick hässlicher wurde. Sie zuckte kurz mit den Schultern, ehe sie das Pergament mit einem Wink der Hand in die Luft beförderte, um es schließlich loszuschicken, um die Zeichen auf dem Boden aufzuwischen und für einen späteren Zeitpunkt aufzubewahren. Das flatternde Stück Papier war gerade auf halbem Weg um die Statue herum, als Drazan wieder das Wort erhob, deutlich zu unaufgeregt, als dass es Elsbeth zu einer akuten Reaktion gebracht hätte. Nur langsam drehte sich ihr Kopf wieder in seine Richtung, konnte sie ihm noch einen Blick aus Unverständnis und Skepsis zuwerfen, ehe er das Wort „Golem“ aussprach, was ihr ein abruptes Lachen und ein ungläubiges „Wie bitte?“ entlockte. Just in diesem Moment hatte ihr Pergament nun seine Arbeit erledigt und faltete sich sorgsam in ihrem Schoß zusammen. Erst das Geräusch von aneinanderreibenden Steinen ließ sich Elsbeth wieder ein wenig fangen und während sich ihre Nackenhaare aufstellten, schwante ihr, dass ihr folgsames Pergament eventuell unter misslichen Umständen den Schutzzauber vom Boden entfernt hatte.

Es war ihr Glück, dass es sich bei frisch erwachten Golems um eher behäbige Gegner handelte, sodass das Adrenalin in ihrem Körper genug Zeit zum wirken hatte, bevor eine massige, steinerne Hand an der Stelle einschlug, an der sie vor einem Augenblick noch gesessen hatte und unter ihrer Wucht Phiolen, feine Werkzeuge und einen Teil des Bodenbelages zermalmte. Noch im Zurückstolpern mobilisierte sie eine der lockeren Marmorplatten zu ihrer rechten und ließ sie mit, von eigener Panik fehlgeleiteten Wucht, an dem vermeintlichen Kopf des Golems vorbeifliegen. Zumindest gestreift hatte das Geschoss das Monster, dass nun ein wütendes Grollen ausspie, welches den kompletten Saal zum Beben brachte, während die Marmorplatte geräuschvoll an der Wand hinter ihm in tausend Stücke zerbrach. „Er hat angefangen.“, presste Elsbeth mit hilfesuchendem Blick in Drazans Richtung heraus, das Pergament an die Brust gepresst, um sich im nächsten Augenblick umzudrehen und die Beine in die Hand nehmen zu wollen. Ihr Fluchtversuch wurde jedoch jäh vereitelt, denn dort, wo bis eben noch ihr Fluchtweg gewesen war, glimmte nun eine eindeutig magisch errichtete Barriere, die verheißungsvoll vor sich hin Schimmerte und den Weg in Sicherheit erahnen ließ – aber mehr auch nicht. „Magiesichere Zellen, ja?“, wiederholte sie dann mit deutlich hysterischem Spott in der Stimme um direkt zusammenzuzucken, als der Golem erneut zum Brüllen und damit zum Angriff ansetzte.
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