23.10.2021, 22:02
Gewiss gab es auch für den Zauberer aus Nilfgaard schönere Dinge zu erledigen, insbesondere in den frühen Morgenstunden. Er schätzte die Ruhe bevor eine Stadt zum Leben erwachte ungemein und war daher meistens darauf bedacht, sich etwas Sonnenlicht zu dieser Zeit zu holen bevor er es gänzlich vermisste. Tatsächlich hatte seine Anwesenheit in Novigrad einen furchtbaren Einfluss auf jegliche Form von geordnetem Rhythmus, die der Zauber ansonsten so an den Tag legte. Dadurch das er es mittlerweile als unweise erachtete tagsüber ohne Grund durch die Stadt zu flanieren, musste er erledigen meistens in der Nacht tätigen. Das führte dazu, dass er immer später ins Bett ging und irgendwann musste er ja auch noch seiner Arbeit und seinen Forschungen nachgehen. Ein furchtbarer Zustand für ihn, der ansonsten zumindest versucht seinen Körper funktionierend zu halten – und dazu gehört eben auch geregelter Schlaf und geregelte Mahlzeiten. Das einzige was zurzeit allerdings geregelt war, war die Ansammlung der Augenringe, die sich der Zauberer vermehrt zulegte, nicht dass er nicht zu verhindern wusste das diese seinen äußerlichen Eindruck veränderten. Da waren sie dennoch. Immerhin kannte er sich durchaus mit den Mitteln und Wegen der Alchemie auf und wusste Tränke herzustellen, die einem die Nachteile der Müdigkeit jedenfalls für einige Zeit unterdrücken ließen.
Ausnahmsweise war es nicht seine Schuld, dass er und seine ehemalige Schülerin auf irgendeine seltsame Erkundungsmission in einer alten Ruine gingen. Ehrlich gesagt, selbst er hätte Schloss Drahim nicht als so wichtig eingestuft, dass es eine Reise, insbesondere zu dieser Stunde, wert gewesen wäre jedoch blieb ihm diesbezüglich keine andere Wahl. Jemand von weiter oben hatte diese Entscheidung gefällt und wie es so oft in Nilfgaard war, wenn die Leute oben einem befahlen zu springen, dann sprang man besser oder man sah sich recht schnell nicht mehr in der Lage dazu. Der Weg zum Schloss gestaltete sich als ausgesprochen ruhig, weder er noch seine Partnerin in diesem Auftrag schienen in besonderer Laune zu sein, ein Gespräch anzufangen und das war ihm gerade recht. Kein Trank der Welt konnte die Stimmung vergehen lassen, wenn man akut unterschlafen war. Der Eindruck, dass die Beiden tief in Gedanken waren stimmte zumindest für ihn. In seinem Kopf arbeiteten unentwegt die Mühlen der Forschung, erst kürzlich war ihm ein Durchbruch im Bereich der, für viele, schwarzen Künste gelungen. Zwar musste er sich dafür an der Leiche eines, in gewisser Weise, Kollegen bedienen dafür hat er nun einen sprechenden Fachkollegen in seinem Versteck, der nicht zuletzt Autor einer Enzyklopädie gewesen war von dem Drazan selbst ein großer Freund ist. Zwar hat sein neuerlicher Assistent so viele Gliedmaßen wie gute Laune – jedoch sind die wichtigsten Teile, Hirn und Mund, erhalten geblieben und das dauerhaft. Alles in allem ein Erfolg. Als die Pferde zum stehen blieben, schaute sich Drazan kurz um und nickte. Ja, in diesem Zustand hatte er das Schloss etwa eingeschätzt. Es war schließlich schon recht lange verlassen und zerstört. Ein Blick auf seine Karte brachte ihn leicht zum Schmunzeln, war es doch in relativer Nähe zu seinem Versteck für seine Forschungsarbeiten. Mit der Euphorie eines Entdeckers schwang er sich vom Pferd und glättete kurz darauf, am Boden angekommen, beinahe jede Falte seiner Kleidung.
Auf die Beschwerde von Aelies nickte er, ausnahmsweise, in Zustimmung. „Es ist…nicht gerade meine erste Wahl.“, gab er vorsichtig von sich. Es war überhaupt nicht seine Wahl, um ehrlich zu sein – verlassene Friedhöfe mit großen Krypten, so versteckte man sich richtig. „Es sieht nicht so aus, als würden diese Mauern sonderlich viel Schutz bieten.“, bestätigte er als er seiner Schülerin in den verlassenen Komplex folgte. „Nun, die Instruktionen aus dem Süden waren diesbezüglich sehr klar und aus irgendwelchen Gründen schlug man Drahim tatsächlich vor, es obliegt nicht unbedingt unserem Geschmack Objekte auszuwählen…wir sollen sie lediglich untersuchen.“, erläuterte er und kurzerhand machte er einen Schritt an der Schwarzhaarigen vorbei und setzte einen Fuß auf die Treppe, immerhin war sie nicht morsch. „Es ist in jedem Fall sehr unscheinbar…“, murmelte er und fuchtelte etwas mit den Händen herum und damit beschwor er eine Lichtkugel die ihm folgte. Ohne dabei auf den Unwillen seiner Partnerin einzugehen, marschierte er geradewegs in die dunklen Gänge, welche da angeblich unter dem Turm schlummerten.
Es folgte ein unfassbar banaler, langer Gang der hier und dort einige Windungen machte und irgendwo zwischendurch mal ein halbleeres Weinregal aufwies – und einige größere und kleinere Achtbeiner die offenbar sehr fleißig waren, was das Weben anging. Schließlich strandeten sie vor einer Tür die man eher in einem Gefängnis erwarten würde, die Drazan kurzerhand aufsprengte und dann in das Herzstück des Schlosses kam. Ein beinahe runder, riesiger Raum mit weiteren Türen, teilweise weiteren Zellen und einer vollen Einrichtung für ein Labor, samt einer vollen Einrichtung für eine Folterkammer. Alles in allem wirkte es, als hätte man einen alten elfischen Raum einfach umstrukturiert und umgebaut, für recht sinistre Zwecke. In der Mitte des Raumes war eine Statur inmitten alter, verblasster Kreidezeichnungen zu finden die entfernt an einen Ritualkreis erinnerten, allerdings erkannte Drazan dank des Alters nicht welche Hexerei die unzähligen Zeichen und Runen andeuteten. Nicht auf dem ersten Blick, jedenfalls. Kurz schaute er sich um und nickte langsam. Das war doch eher nach seinem Geschmack. „Hatte ich schon erwähnt, dass der ehemalige Besitzer des Schlosses…ein eher…fehlgeleiteter Forscher war, wenn man das so zusammenfassen will?“
Ausnahmsweise war es nicht seine Schuld, dass er und seine ehemalige Schülerin auf irgendeine seltsame Erkundungsmission in einer alten Ruine gingen. Ehrlich gesagt, selbst er hätte Schloss Drahim nicht als so wichtig eingestuft, dass es eine Reise, insbesondere zu dieser Stunde, wert gewesen wäre jedoch blieb ihm diesbezüglich keine andere Wahl. Jemand von weiter oben hatte diese Entscheidung gefällt und wie es so oft in Nilfgaard war, wenn die Leute oben einem befahlen zu springen, dann sprang man besser oder man sah sich recht schnell nicht mehr in der Lage dazu. Der Weg zum Schloss gestaltete sich als ausgesprochen ruhig, weder er noch seine Partnerin in diesem Auftrag schienen in besonderer Laune zu sein, ein Gespräch anzufangen und das war ihm gerade recht. Kein Trank der Welt konnte die Stimmung vergehen lassen, wenn man akut unterschlafen war. Der Eindruck, dass die Beiden tief in Gedanken waren stimmte zumindest für ihn. In seinem Kopf arbeiteten unentwegt die Mühlen der Forschung, erst kürzlich war ihm ein Durchbruch im Bereich der, für viele, schwarzen Künste gelungen. Zwar musste er sich dafür an der Leiche eines, in gewisser Weise, Kollegen bedienen dafür hat er nun einen sprechenden Fachkollegen in seinem Versteck, der nicht zuletzt Autor einer Enzyklopädie gewesen war von dem Drazan selbst ein großer Freund ist. Zwar hat sein neuerlicher Assistent so viele Gliedmaßen wie gute Laune – jedoch sind die wichtigsten Teile, Hirn und Mund, erhalten geblieben und das dauerhaft. Alles in allem ein Erfolg. Als die Pferde zum stehen blieben, schaute sich Drazan kurz um und nickte. Ja, in diesem Zustand hatte er das Schloss etwa eingeschätzt. Es war schließlich schon recht lange verlassen und zerstört. Ein Blick auf seine Karte brachte ihn leicht zum Schmunzeln, war es doch in relativer Nähe zu seinem Versteck für seine Forschungsarbeiten. Mit der Euphorie eines Entdeckers schwang er sich vom Pferd und glättete kurz darauf, am Boden angekommen, beinahe jede Falte seiner Kleidung.
Auf die Beschwerde von Aelies nickte er, ausnahmsweise, in Zustimmung. „Es ist…nicht gerade meine erste Wahl.“, gab er vorsichtig von sich. Es war überhaupt nicht seine Wahl, um ehrlich zu sein – verlassene Friedhöfe mit großen Krypten, so versteckte man sich richtig. „Es sieht nicht so aus, als würden diese Mauern sonderlich viel Schutz bieten.“, bestätigte er als er seiner Schülerin in den verlassenen Komplex folgte. „Nun, die Instruktionen aus dem Süden waren diesbezüglich sehr klar und aus irgendwelchen Gründen schlug man Drahim tatsächlich vor, es obliegt nicht unbedingt unserem Geschmack Objekte auszuwählen…wir sollen sie lediglich untersuchen.“, erläuterte er und kurzerhand machte er einen Schritt an der Schwarzhaarigen vorbei und setzte einen Fuß auf die Treppe, immerhin war sie nicht morsch. „Es ist in jedem Fall sehr unscheinbar…“, murmelte er und fuchtelte etwas mit den Händen herum und damit beschwor er eine Lichtkugel die ihm folgte. Ohne dabei auf den Unwillen seiner Partnerin einzugehen, marschierte er geradewegs in die dunklen Gänge, welche da angeblich unter dem Turm schlummerten.
Es folgte ein unfassbar banaler, langer Gang der hier und dort einige Windungen machte und irgendwo zwischendurch mal ein halbleeres Weinregal aufwies – und einige größere und kleinere Achtbeiner die offenbar sehr fleißig waren, was das Weben anging. Schließlich strandeten sie vor einer Tür die man eher in einem Gefängnis erwarten würde, die Drazan kurzerhand aufsprengte und dann in das Herzstück des Schlosses kam. Ein beinahe runder, riesiger Raum mit weiteren Türen, teilweise weiteren Zellen und einer vollen Einrichtung für ein Labor, samt einer vollen Einrichtung für eine Folterkammer. Alles in allem wirkte es, als hätte man einen alten elfischen Raum einfach umstrukturiert und umgebaut, für recht sinistre Zwecke. In der Mitte des Raumes war eine Statur inmitten alter, verblasster Kreidezeichnungen zu finden die entfernt an einen Ritualkreis erinnerten, allerdings erkannte Drazan dank des Alters nicht welche Hexerei die unzähligen Zeichen und Runen andeuteten. Nicht auf dem ersten Blick, jedenfalls. Kurz schaute er sich um und nickte langsam. Das war doch eher nach seinem Geschmack. „Hatte ich schon erwähnt, dass der ehemalige Besitzer des Schlosses…ein eher…fehlgeleiteter Forscher war, wenn man das so zusammenfassen will?“
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