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Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
[closed] Wytches' Brew

[closed] Wytches' Brew
Elsbeth
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#9
23.10.2021, 21:57
Unter anderen Umständen hätte Elsbeth wohl ein paar Mal ungläubig Blinzeln müssen, weil Drazan kein Widerwort gab. Eine Verbesserung. Kein „Ja, aber…“, keine abfällige, strafende Ignoranz. Stattdessen stimmte er ihr zu, unverwandt, ganz unspektakulär. Unter den aber nun tatsächlich vorherrschenden Gegebenheiten war es nur ein dankbares und erwartungsvolles Nicken, dass sie sich als Reaktion auf seine Zustimmung leisten konnte während sie der Erschöpfung, die in seinen zwei Worten mitklang, mehr als nachfühlen konnte. Ihr Blick wanderte unablässig vom Feuer, zum Deckengewölbe und Drazan hin und her, um im allergrößten Notfall die richtige Priorität zu setzen und sich möglichst von keiner Eventualität, die sie abschätzen konnte, überraschen zu lassen. Im Angesicht des Feuers jedoch änderten sich die Variablen, die den Notfallplan beeinflussten, zu schnell und unvorhersehbar, als dass sie in der Lage gewesen wäre, irgendeinen Ausgang für so plausibel zu halten, um auf diesen hin zu agieren. Daher blieb ihr nichts als das beständige Kalkulieren, Abschätzen und Bewerten, ohne sich in irgendeiner Sicherheit zu wiegen - und der durchaus bittere Nachgeschmack der Erkenntnis, dass nicht einmal der unfehlbare Drazan Ehrendorn in dieser Situation als Garant für ein halbwegs gutes Ausgehen des Unglücks in die Berechnung einbezogen werden konnte. Zwischen all den Gedanken, die in der zäh voranschreitenden Zeit, die er benötige, um das Feuer merklich zurückzudrängen, wog das Erkennen, dass sich Beide tatsächlich wegen seiner Sturheit in dieser Misere befanden, erstaunlich schwer. Und vielleicht sprach dieser einseitige Vorwurf sogar für einen Moment lang aus den dunklen Augen, die für eine Sekunde über Profil des Magiers betrachteten, ehe sie sich sorgenvoll wieder zur Decke wandten. Sie wusste nicht, welcher Tod der erstrebenswertere sein sollte: der durch Flammen oder einstürzende, viel zu groß gebaute Anwesen. Auch wenn sie den Zustand der förmlich unter der Hitze ächzende Decke als potenziell tödlich einschätze, wagte sie nicht, die Barriere zum Feuer, das Drazan nun tatsächlich langsam irgendwie unter Kontrolle bekam, zu lösen und hoffte innig auf ein paar weitere Momente, die ihr Schutzzauber durchhalten würde. Das leise, konzentrierte Flüstern einer weiteren Schutzformel, die sie nun Richtung Gewölbe sandte, wurde akustisch vom Tosen der Luft um sie herum verschluckt, verfehlte seine Wirkung jedoch nicht.

Das lautstarke, unerwartete Auftauchen des Portals ließ Elsbeth jedoch merklich zusammenzucken und verstummen, reflexartig die Kiefer in Erwartung einer weiteren Katastrophe aufeinanderpressen. Ein kurzes Flackern der Barriere deutete den kurzen aber deutlichen Verlust der Konzentration an, was Elsbeth selbst jetzt dazu brachte selbstkritisch die Augenbrauen zusammenzuziehen, konnten solche Fehler durchaus unverzeihliche Konsequenzen mit sich bringen. Die Kiefer mahlten noch einmal angestrengt aufeinander, als würde sie die direkte Schelte ihres Lehrmeisters erwarten, der nun endlich den glühenden, komprimierten Unfall fortschaffte.

Die plötzliche Ruhe, die einkehrte, drang nur langsam zur Zauberin vor, die sich selbst in vollem Bewusstsein, dass sich das Portal aufgelöst hatte und es für das Feuer keinen Rückweg in den Keller gab, schwer damit tat, die Barriere vor sich zu lösen. Nur langsam entspannten sich die angestrengten Rückenmuskeln, gaben die verkrampften Finger nach. Der unangenehme Schmerz, der sich von der rechten Hand aus ausbreitete, sorgte immerhin dafür, dass sie sich bewusst wurde, dass sie noch am Leben war, der dumpfen Schwere, die sich in ihrem Kopf ausbreiten wollte, konsequent entgegenwirkte. Dennoch brauchte sie zwei, drei tiefe Atemzüge, ehe sie sich in sicherer Vorahnung, dass es ihm wesentlich schlechter gehen würde, als ihr selbst, fast schon pflichtbewusst zu Drazan wandte. Sie holte noch einmal tief Luft und hielt doch in der Absicht, ihm eine gepfefferte Ansage zu machen inne, als sie den ersten Blick auf seine Arme und Hände erhaschen konnte. Sie schluckte den Vorwurf herunter – die Schmerzen würden ihm für das Erste genug strafen. Der unausgesprochene Tadel wich aus ihren Augen und machte Platz für eine deutliche Sorge, während sie die drei Schritte zwischen sich und ihm kraftlos hinter sich brachte und mit einem deutlich erschöpften Seufzen vor ihm in die Knie ging und den Blick langsam über die geschundene Haut auf seinen Armen bis hin in das bedenklich blasse Gesicht schweifen ließ. „Gut gemacht.“, meinte sie dann leise, in einem Tonfall, der nicht eindeutig genug war, um die Worte als Lob oder sarkastischen Kommentar zu werten. Eine Mischung aus Beidem, wahrscheinlich. Im gleichen Atemzug lehnte sie sich ein Stück zu ihm vor, hob die schmerzenden Arme und strich ihm vorsichtig aber zielstrebig die schwarzen Haare aus der Stirn, ehe ihre Handflächen an seine Schläfen legte. Der Schmerz, der ihr in die Knochen fuhr, ließ sie kurz die Augen schließen, um dem Instinkt, die Berührung aus Selbstschutz einfach zu lösen, konzentriert zu widerstehen, ehe sie ungefragt einen vergleichsweise simplen Zauber wirkte, der ihm für einen kurzen Zeitraum deutliche Linderung verschaffen würde – zum geringen Preis einer deutlichen Einschränkung aller sieben Sinne. Ein Nebeneffekt, der ihr im Angesicht der Tatsache, dass sie mit Drazan keinesfalls über ihre Absichten und Methoden diskutieren wollte, sehr gelegen kam. In dem Augenblick, in dem der fremde Schmerz merklich abflachte, löste sie die Hände von ihm, um in einer unnachgiebigen Bewegung nach seinen Handgelenken zu greifen und ihn auf die Beine zu ziehen. Die unnatürliche Wärme, die ihren Fingern entgegenschlug, trieb sie besorgt zur Eile. Woher sie die Kraft nahm, den schwankenden, ins Delirium gezwungenen Drazan aus dem Keller bis in das eigene Zimmer zu schaffen, wusste sie selbst nicht so genau.

Vielleicht hatte sie ein wenig übertrieben, als sie Drazan das zweite Mal in die Sorglosigkeit geschickt hatte. Der zumindest augenscheinliche tiefe Schlaf, in den er nach dem zweiten Handauflegen gefallen war, hatte ihr zumindest genug Zeit verschafft, um ihn – wenn auch unsanft, aber erfolgreich – in das Bett zu verfrachten und die ersten Fläschchen, Phiolen und Vorräte zusammen zu suchen, und eine erste, grobe Versorgung der tiefen Wunden vorzunehmen, bevor er sein Bewusstsein wieder erlangt hätte. Die letzten Minuten hatte sie nun aber mit angespannter Sorge, neben ihm auf der Bettkante sitzend, auf ihn hinab gestarrt und sich bemüht, nicht in Panik zu geraten, aus Angst, dass er spontan aufhören würde, zu atmen. Das Flackern seiner Lider ließ sie schließlich erleichtert aufatmen. Sie schwieg, hoffte tatsächlich, dass er in seiner üblichen Manier direkt anfangen würde, sich über sie zu beschweren. Vorsorglich lehnte sie sich ein wenig zurück, um sich aus seiner Reichweite zu bringen, als würde sie erwarten, dass er ihr direkt an die Kehle gehen würde.
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