23.10.2021, 21:54
Im Krieg lernte man, Ruhe zu bewahren. Eine Erfahrung auf die der Zauberer allerdings gar nicht zurückblicken musste, empfand er jede Form von Panik als dermaßen unnütz das er es bevorzugte, seine körpereigenen Reaktionen auf Stress mit der Stärke seines Geistes zu schlagen. Grund zur Panik gab es ja sowieso nicht, es war ja nur eine riesengroße Stichflamme die potentiell mit so viel Energie geladen war zumindest einige der im Keller gelagerten Fässer, samt Fassaden, Menschen, Aufzeichnungen und sonstiges in Brand zu setzen. Immerhin hatte Wein nicht so einen hohen Alkoholanteil das man sich Sorgen machen müsste. Wenn er so darüber nachdachte, konnte man Wein vielleicht zum löschen benutzen? Sicherlich unkonventionell…darüber sollte er einmal Nachforschungen anstellen, für den Fall der Fälle. Konnte man nicht vielleicht ein Feuer in einem Keller entfachen, dadurch die Struktur des Gebäudes schwächen und der Wein würde früher oder später so ja alles löschen, was hieße man hätte eine deutliche Nachricht…HALLO FEUER. Als die Barriere sich löste, sprang der Magier auf. Panik war unweise, in der Tat. Allerdings war so ein Überlebensinstinkt höchst nützlich und es war nicht so, als ob sich sein Teint sonderlich gut mit stahlschmelzenden Flammen vertragen würde. Wobei man dem Zauberer dann vielleicht endlich einmal nicht mehr nachsagen konnte, er wäre blass wie ein Vampir. Viel Zeit die Situation zu analysieren blieb nicht, aber es gab ja auch nicht. Das Feuer musste weg. Möglichst ohne alles in die Luft zu jagen. Er machte sich recht wenig Hoffnung, den Zauber nochmal in den Griff zu bekommen. Er hatte deutlich entweder eine Ingredienz vergessen oder die Formel falsch gemacht. Alles wäre sicherlich nicht passiert, hätte seine ehemalige Schüler nicht sein Notizbuch eingezogen was – übrigens – so dermaßen Terz machte, hätte es Beine würde es geradewegs zu seinem Meister zurücklaufen. Leider hatte es nur einen abgenutzten Ledereinband.
Nachdem er ausreichenden Abstand zum Feuer hergestellt hatte und sich hinter der, zugegeben durchaus ordentlichen, Barriere von Aelies zurückgezogen hatte war dem Zauberer aufgefallen wie warm er eigentlich war, was daran abzulesen war, dass er ausgesehen hätte wie ein nasser Pudel hätten die Flammen nicht jegliche Feuchtigkeit aus seinen Klamotten gezogen. Dennoch klebten seine Haare in einem wilden Chaos an seiner Stirn und er fühlte sich unerwartet zittrig auf den Beinen. ‚Beziehe niemals Energie aus dem Feuer‘ hörte er noch die Warnungen zahlreicher Lehrbücher. Diesmal sollten sie recht behalten, allerdings empfand er solcherlei Warnungen als ähnlich nützlich wie die Abhandlungen des Hierarchen. Sie sahen gewiss wunderbar im Regal aus, aber ansonsten taugten sie doch zu nichts. Die Flammen hatten bereits etwas Mobiliar und einige der Stützbalken des Kellers angefressen, die würde man wohl oder übel ersetzen müssen. Kurz war er versucht, sich einfach hinzuwerfen – hatte er das beklemmende Gefühl sich nicht wirklich auf den Beinen halten zu können, wenn er erstmal fertig war. Das Feuer musste weg, das hatte seine Schülerin – pardon Kollegin – gut erkannt. Diese Mengen an künstlicher Energie zu kontrollieren würde ein Kraftakt werden. Das nächste Mal würde er in mehr Schutzzauber investieren, die hatten ihm allerdings noch nie besonders gut gelegen.
„In Ordnung.“, kommentierte er beinahe mit seelenruhiger aber deutlich erschöpfter Tonlage den Vorschlag von Aelies. Er krempelte sich die Ärmel nach oben – verzichtet auf das in die Hände spucken – und legte dann auch schon los. Der Zauberer hob die Arme, als könnte er die Flammen damit irgendwie beeindrucken. Wäre ein gewöhnlicher Idiot im Raum, würde er vermutlich anfangen zu lachen. Bei zwei Zauberern sah die Sache hoffentlich anders aus, als nach wenigen Sekunden die Flammen plötzlich keinen weiteren Fortschritt machten sich auszubreiten, sondern stattdessen beinahe innehalten. Als würde der Zauberer mit ihnen diskutieren. Dann rollten sie langsam, aber stetig zurück, sie verschwanden nicht, sondern verdichteten. Es war wesentliche einfacher einen kompakten Feuerball irgendwo hinzuschicken als ein flammendes Inferno. Gleichwohl wie der Nilfgaarder Fortschritte bei seiner neuen Karriere als Feuerbekämpfer machte, so Schritten auch Zeichen von körperlicher Erschöpfung an seinem Körper fort. Die sowieso viel zu dünnen Beine hatten Probleme den gleichwohl schmalen Torso zu stützen, gleichwohl rannte der Schweiß ihm nun über die Stirn. Und als wäre das nicht genug, spürte er auch die Konsequenzen, die man nun einmal zwangsläufig ertragen musste, wenn man mit Feuer hantierte.
Zwar hantierte er nicht direkt mit den Flammen, dennoch konnte man zunehmend an seinen Händen und Armen deutlich rote Verfärbungen erkennen ließen. Zunächst an seinen Fingerspitzen, weiteten sich die roten Stellen doch bald zunehmend aus – der dabei entstehende Schmerz war, das musste man schon so sagen, alles andere als angenehm und hätte bei jedem Hexenjäger mit einer Freundschaft zu Brandeisen einen erhöhten Puls ausgelöst. Einmal mehr war sich Drazan sicher, dass er nur äußerst ungerne mit einem Scheiterhaufen in Kontakt kommen würde während er langsam seine Arme senkte, als würde er irgendetwas schweres nach unten drücken. Die Flammen zogen sich immer mehr zurück, schwebten nun knapp über dem Bereich den der Zauberer noch bis vor kurzem und formten langsam einen lodernden, hellen Ball den man wirklich mit ‚nicht anfassen‘ beschriften sollte. Apropos nicht anfassen, dasselbe galt mittlerweile für Drazans Arme die nicht nur aussahen wie ein gekochter Hummer, sondern dementsprechend warm waren. Außerdem bestand bei solchen Wunden ja immer die leidige Sache mit den Infektionskrankheiten.
Drazan hatte mittlerweile das dringende Bedürfnis sich irgendwo abzustürzen oder sich zu setzen, leider war das keine Option – außer man wollte einen glühenden, komprimierten Feuerball auf die Welt loslassen. Nur noch ein Schritt, dann war die Sache erledigt. Während er die eine Hand ausgestreckt hielt, als wollte er einem weglaufenden Kunden halt gebieten gestikulierte er wild mit der linken herum. Ein Luftzug ging durch den Raum, kaum zu spüren. Zunächst schien sich alles auf den Feuerball zuzubewegen, als würde er etwas einsaugen ehe schließlich eine gewisse drehende Bewegung ins Spiel kam. Hatte jemand jetzt auch noch einen Sturm hier entfesselt? Nein, der Ursprung zeigte sich einige Sekunden später als mit einem ohrenbetäubenden Knall ein Loch mitten in der Luft aufgerissen wurde, knapp unterhalb des glühenden Balls. Um die gähnende, schwarze leere die alles einzusaugen schien und bereits kräftig an den flammen zerrte befand sich ein dunkler Film aus dunklem Nebel, der immer wieder zu Boden tropfte und dort restlos verpuffte. Ein eigentlich seltsames Detail, waren solche Portale doch meistens in einer glühenden energetischen Umrandung der Farbe Orange eingebettet. Mit einem letzten, befriedigenden Senken der rechten Hand verschwand der Feuerball schließlich in der Ungewissheit, was eine beinahe sofortige Senkung der Raumtemperatur zufolge hatte. Anschließend sackte der Zauberer etwas auf den Boden, der nicht weniger gefährliche Strudel im Raum-Zeit-Kontinuum vergrößerte, sich kurz deutlich, bevor der Zauber ihn wie eine lästige Fliege mit einer Handbewegung abschoss. Anstatt allerdings einfach zu verschwinden, verwandelte er sich in eine Schwade dunklen Rauchs die zu Boden sank und sich dort langsam auflöste.
Gut, dass gerade niemand in der Nähe war als sich der Teich in der Nähe des Anwesens in eine trockene Fläche verwandelte, deren Oberfläche an eine Wüste irgendwo im Süden des Reiches erinnerte. Darum musste sich der Zauberer aber jetzt keine Gedanken machen, wirklich nicht. Sorgen sollte man sich vor allem bei dem Anblick seiner Hände machen, waren diese vor wenigen Minuten noch blass wie eine Kalkwand waren, hatten sich die Unterarme in ein feuriges Rot verwandelt. Seine Hände hatten deutlich dunklere Stellen und ebenfalls einige sehr unangenehme Blasen geschlagen die, das musste man schon so deutlich sagen, schmerzten wie die Hölle. Der Zauberer kam allerdings nicht in den Genuss, den Schmerz völlig unverändert wahrzunehmen fühlte sich doch gerade für einige Minuten sein Kopf wie blei an und die Welt als wäre sie aus Watte, während er angestrengt seinen Kopf gegen die Kante des Labortisches gelehnt hatte. Ein letzter Hochpunkt des Tages war, dass man den Lehrmeister doch tatsächlich leise ein Schimpfwort in der alten Sprache hören konnte.
Nachdem er ausreichenden Abstand zum Feuer hergestellt hatte und sich hinter der, zugegeben durchaus ordentlichen, Barriere von Aelies zurückgezogen hatte war dem Zauberer aufgefallen wie warm er eigentlich war, was daran abzulesen war, dass er ausgesehen hätte wie ein nasser Pudel hätten die Flammen nicht jegliche Feuchtigkeit aus seinen Klamotten gezogen. Dennoch klebten seine Haare in einem wilden Chaos an seiner Stirn und er fühlte sich unerwartet zittrig auf den Beinen. ‚Beziehe niemals Energie aus dem Feuer‘ hörte er noch die Warnungen zahlreicher Lehrbücher. Diesmal sollten sie recht behalten, allerdings empfand er solcherlei Warnungen als ähnlich nützlich wie die Abhandlungen des Hierarchen. Sie sahen gewiss wunderbar im Regal aus, aber ansonsten taugten sie doch zu nichts. Die Flammen hatten bereits etwas Mobiliar und einige der Stützbalken des Kellers angefressen, die würde man wohl oder übel ersetzen müssen. Kurz war er versucht, sich einfach hinzuwerfen – hatte er das beklemmende Gefühl sich nicht wirklich auf den Beinen halten zu können, wenn er erstmal fertig war. Das Feuer musste weg, das hatte seine Schülerin – pardon Kollegin – gut erkannt. Diese Mengen an künstlicher Energie zu kontrollieren würde ein Kraftakt werden. Das nächste Mal würde er in mehr Schutzzauber investieren, die hatten ihm allerdings noch nie besonders gut gelegen.
„In Ordnung.“, kommentierte er beinahe mit seelenruhiger aber deutlich erschöpfter Tonlage den Vorschlag von Aelies. Er krempelte sich die Ärmel nach oben – verzichtet auf das in die Hände spucken – und legte dann auch schon los. Der Zauberer hob die Arme, als könnte er die Flammen damit irgendwie beeindrucken. Wäre ein gewöhnlicher Idiot im Raum, würde er vermutlich anfangen zu lachen. Bei zwei Zauberern sah die Sache hoffentlich anders aus, als nach wenigen Sekunden die Flammen plötzlich keinen weiteren Fortschritt machten sich auszubreiten, sondern stattdessen beinahe innehalten. Als würde der Zauberer mit ihnen diskutieren. Dann rollten sie langsam, aber stetig zurück, sie verschwanden nicht, sondern verdichteten. Es war wesentliche einfacher einen kompakten Feuerball irgendwo hinzuschicken als ein flammendes Inferno. Gleichwohl wie der Nilfgaarder Fortschritte bei seiner neuen Karriere als Feuerbekämpfer machte, so Schritten auch Zeichen von körperlicher Erschöpfung an seinem Körper fort. Die sowieso viel zu dünnen Beine hatten Probleme den gleichwohl schmalen Torso zu stützen, gleichwohl rannte der Schweiß ihm nun über die Stirn. Und als wäre das nicht genug, spürte er auch die Konsequenzen, die man nun einmal zwangsläufig ertragen musste, wenn man mit Feuer hantierte.
Zwar hantierte er nicht direkt mit den Flammen, dennoch konnte man zunehmend an seinen Händen und Armen deutlich rote Verfärbungen erkennen ließen. Zunächst an seinen Fingerspitzen, weiteten sich die roten Stellen doch bald zunehmend aus – der dabei entstehende Schmerz war, das musste man schon so sagen, alles andere als angenehm und hätte bei jedem Hexenjäger mit einer Freundschaft zu Brandeisen einen erhöhten Puls ausgelöst. Einmal mehr war sich Drazan sicher, dass er nur äußerst ungerne mit einem Scheiterhaufen in Kontakt kommen würde während er langsam seine Arme senkte, als würde er irgendetwas schweres nach unten drücken. Die Flammen zogen sich immer mehr zurück, schwebten nun knapp über dem Bereich den der Zauberer noch bis vor kurzem und formten langsam einen lodernden, hellen Ball den man wirklich mit ‚nicht anfassen‘ beschriften sollte. Apropos nicht anfassen, dasselbe galt mittlerweile für Drazans Arme die nicht nur aussahen wie ein gekochter Hummer, sondern dementsprechend warm waren. Außerdem bestand bei solchen Wunden ja immer die leidige Sache mit den Infektionskrankheiten.
Drazan hatte mittlerweile das dringende Bedürfnis sich irgendwo abzustürzen oder sich zu setzen, leider war das keine Option – außer man wollte einen glühenden, komprimierten Feuerball auf die Welt loslassen. Nur noch ein Schritt, dann war die Sache erledigt. Während er die eine Hand ausgestreckt hielt, als wollte er einem weglaufenden Kunden halt gebieten gestikulierte er wild mit der linken herum. Ein Luftzug ging durch den Raum, kaum zu spüren. Zunächst schien sich alles auf den Feuerball zuzubewegen, als würde er etwas einsaugen ehe schließlich eine gewisse drehende Bewegung ins Spiel kam. Hatte jemand jetzt auch noch einen Sturm hier entfesselt? Nein, der Ursprung zeigte sich einige Sekunden später als mit einem ohrenbetäubenden Knall ein Loch mitten in der Luft aufgerissen wurde, knapp unterhalb des glühenden Balls. Um die gähnende, schwarze leere die alles einzusaugen schien und bereits kräftig an den flammen zerrte befand sich ein dunkler Film aus dunklem Nebel, der immer wieder zu Boden tropfte und dort restlos verpuffte. Ein eigentlich seltsames Detail, waren solche Portale doch meistens in einer glühenden energetischen Umrandung der Farbe Orange eingebettet. Mit einem letzten, befriedigenden Senken der rechten Hand verschwand der Feuerball schließlich in der Ungewissheit, was eine beinahe sofortige Senkung der Raumtemperatur zufolge hatte. Anschließend sackte der Zauberer etwas auf den Boden, der nicht weniger gefährliche Strudel im Raum-Zeit-Kontinuum vergrößerte, sich kurz deutlich, bevor der Zauber ihn wie eine lästige Fliege mit einer Handbewegung abschoss. Anstatt allerdings einfach zu verschwinden, verwandelte er sich in eine Schwade dunklen Rauchs die zu Boden sank und sich dort langsam auflöste.
Gut, dass gerade niemand in der Nähe war als sich der Teich in der Nähe des Anwesens in eine trockene Fläche verwandelte, deren Oberfläche an eine Wüste irgendwo im Süden des Reiches erinnerte. Darum musste sich der Zauberer aber jetzt keine Gedanken machen, wirklich nicht. Sorgen sollte man sich vor allem bei dem Anblick seiner Hände machen, waren diese vor wenigen Minuten noch blass wie eine Kalkwand waren, hatten sich die Unterarme in ein feuriges Rot verwandelt. Seine Hände hatten deutlich dunklere Stellen und ebenfalls einige sehr unangenehme Blasen geschlagen die, das musste man schon so deutlich sagen, schmerzten wie die Hölle. Der Zauberer kam allerdings nicht in den Genuss, den Schmerz völlig unverändert wahrzunehmen fühlte sich doch gerade für einige Minuten sein Kopf wie blei an und die Welt als wäre sie aus Watte, während er angestrengt seinen Kopf gegen die Kante des Labortisches gelehnt hatte. Ein letzter Hochpunkt des Tages war, dass man den Lehrmeister doch tatsächlich leise ein Schimpfwort in der alten Sprache hören konnte.
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