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Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
[closed] Wytches' Brew

[closed] Wytches' Brew
Elsbeth
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#1
23.10.2021, 21:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.10.2021, 21:37 von Elsbeth.)
<center> <div style="text-align: center; font-family: 'Arbutus Slab'; font-size: 28px; line-height: 80%; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px;">round about the cauldron sing</div><div style="margin-top: 3px; width: 570px; text-align: center; font-family: 'Roboto'; font-size: 9px; text-transform: lowercase; line-height: 100%; padding-bottom: 5px; border-bottom: 3px solid #5c5752;">Double double toil and trouble, fire burn and cauldron bubble, double double trouble you - bubble in a witches' brew
</div></center>

Sie hatte sich schnell an die sparsame Ausstattung des kleinen Labors gewöhnt, dass in den dunklen aber immerhin einigermaßen trockenen Kellergewölben des Anwesens eingerichtet worden war. Kein Vergleich natürlich zu dem, was ihr die Akademie in Nilfgaard geboten hatte, aber besser als nichts. Mehrere magische Fallen, Illusionen und Schlösser hielten auch die neugierigste Bedienstete davon ab, auch nur einen Verdacht zu schöpfen, dass sich hinter der schlichten Holztür im Weinkeller ein kleines Refugium lag, in das sich Elsbeth immer wieder zurückzog, mal mehr, mal weniger produktiv. Zwischen den kleinen, schmalen Tischen, auf denen die wenigen Gerätschaften standen, die sie bisher zusammensammeln konnte, zwischen Büchern, losen Pergamenten, frönte die junge Zauberin meist der heimeligen Einsamkeit und Stille, die sie bereits ein paar Treppenstufen weiter ohne Weiteres kaum finden konnte. Nicht, dass das Anwesen vor Leben sprudelte, Gäste ein und aus gingen. Eher war es so, dass man sich in den weiten Fluren und Leerstehenden Zimmern verlaufen konnte, doch mit der Gewissheit, dass hinter jeder Ecke oder Tür eine fleißige Hand dabei sein konnte, dem Einstauben des Inventars Einhalt zu gebieten oder heimlich Nichts tuend herumzustehen, konnte man kaum von Ruhe sprechen.

Den Luxus eines bequemen Sessels hatte sich Elsbeth trotz des beschränkten Platzangebotes gegönnt, auch wenn an den Tischen selbst nur simple Holzhocker standen. Sich in Aufzeichnungen zu vergraben gelang ihr auf lange Sicht besser, wenn sie dabei bequem saß – doch am heutigen Tag hatte sie die Theorie beiseitegelegt und widmete sich der Praxis. Bisher wenig erfolgreich. Schon nach wenigen Stunden hatte sie feststellen müssen, dass die Eingebungen, die ihr durch das Lesen der aktuellsten Lektüre gekommen waren, sich nicht ohne Weiteres erfolgreich umsetzen ließen. Ob es an ihr lag oder der mangelnden Ausstattung ihrer kleinen Werkstatt – sie wusste es nicht. Während neben ihr über einer kleinen Flamme ein bauchiger Glaskolben hing, in dem eine farblose, klare Flüssigkeit köchelte, die einen stechenden Geruch im Raum verbreitete, starrte sie auf die zwei Edelsteine, die vor ihr lagen, benetzt von schwarzen, vielleicht auch dunkelblauen oder tiefroten, zähflüssigen Tropfen, von denen Elsbeth hoffte, dass sie auch nur <i>irgendetwas</i> auf der milchig weißen Oberfläche der Steine anrichten würden. Manche Dinge brauchten ihre Zeit, und so rieb sie in stiller Anspannung die Fingerspitzen der linken Hand aneinander, abwartend, beobachtend, während sie mit der rechten wie automatisiert mit leichten Bewegungen die Phiole geschwenkt wurde, in die sie ihren letzten verheißungsvollen Trank gefüllt hatte. So still und gefasst sie auch nach außen hin wirkte, umso intensiver drehten sich ihre Gedanken im Kopf. Vielleicht hätte es doch mehr Rubedopulver gebraucht. Oder weniger Pestwurz… Bei der Fülle an Extrakten, die sie zusammengemischt hatte, waren Fehlerquellen vielfältig und schwer zu finden. Eigentlich hatte sie damit gerechnet, postwendend eine Reaktion der Steine zu erhalten. Doch die wertvollen Klunker, für die manche Adlige wahrscheinlich getötet hätte, nur um sie sich um den Hals zu legen und zur Schau zu tragen, blieben stumm und kalt. Auch nach weiteren, qualvollen Minuten. Sie zog scharf die Luft zwischen den enttäuscht aufeinandergepressten Lippen ein und richtete sich aus ihrer vornüber gelehnten Position langsam auf. Die angespannten Muskeln im Rücken und Nacken meldeten sich unerfreut, Elsbeth schenkte ihnen jedoch keine Beachtung. Auch wenn die Alchemie vergleichsweise harmloser Natur war und auf den ersten Blick keine körperlichen Anstregungen mit sich brachte, waren ihr diese Schmerzen wohl vertraut. Der Preis, den man für langwierige Prozesse, die genauso wenig falsche Bewegungen verziehen, wie ein Kampf im offenen Feld.

Ein leichter Luftzug im Rücken ließ sich Elsbeth langsam auf dem Hocker umdrehen. Es kam nicht oft vor, dass Philippa sie hier unten besuchte – aber hinter ihr war nicht sie aufgetaucht, sondern Drazan. Sie nickte ihm beiläufig zu, noch zu sehr in Gedanken um ihn höflich zu begrüßen oder gar rauszuwerfen – auch wenn er es verdient hatte, nach ihrem Wiedersehen und dem wenig erfreulichem Ausgang der Aktion in Oxenfurt. Sie hatte der Konfrontation mit ihm in den letzten Tagen außerordentlich elegant aus dem Weg gehen können und war auch nicht in die Verlegenheit geraten, ihm <i>und</i> Philippa gleichzeitig gegenüberstehen zu müssen. Sie hier im Labor, mitten in der Arbeit zu besuchen, war wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee, emsig beschäftigt und zu ausgelastet, um sich auf emotionale Diskussionen einlassen zu können. Ihr vermeintlich leerer Blick verriet, dass sie in Gedanken absolut nicht bei Drazan war, obwohl sie aus der halb zu ihm gedrehten Position durchaus zu ihm hinaufblickte. Sie tippte mit dem Boden der Phiole, die sie immer noch vorbildlich geschwenkt hatte, nachdenklich auf die raue Oberfläche des Tisches. „In meinem Kopf macht es alles Sinn.“, meinte sie dann leise. Sie neigte dazu, hier unten zu flüstern, auch wenn es keinen Grund dazu gab. „Aber es funktioniert nicht.“ Ein bitteres Lächeln zeigte sich auf ihren blassen Zügen, ehe sie den Blick wieder abwandte, sich zurück zum Tisch drehte und einmal tief ein und ausatmete. Vielleicht waren doch die Steine das Problem.
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