23.10.2021, 21:17
Der flüchtige Blick in die Kammer offenbarte ihm, was er sowieso hatte vermutet, nämlich das sich die Hexenjäger diese Kammer zu eigen gemacht hatten. Auch wenn es die Hoffnung beinahe etwas sterben ließ, irgendetwas hier zu finden, war das was er in den zahlreichen Regalen noch an Werken fand durchaus etwas, dass sein Herz vor Vorfreude etwas höher schlugen ließ. Nicht unbedingt deswegen, weil er unbedingt Philippas Augen wiederherstellte, das war lediglich ein Nebeneffekt, sondern eher deswegen weil ein neues Feld zu erforschen immer einen erheblichen Wissensgewinn versprach. Das angenehme Gefühl, zunächst mit einer These in ein Feld einzudringen – dann festzustellen wie naiv die Ansichten über diesen Themenbereich waren, das Tiefe Tal des Nichtwissen in welches man sich stürzen muss nur um am Ende als ewig lernender Meister daraus hervorzugeben – es gab wirklich wenig, was ihm bekannt war, das nur ansatzweise so spannend war. Als Aelies ausführte, was sie dort gefunden hatte, runzelte er kurz die Stirn. „Das Register…“, sagte er dann, „Solltest du vielleicht mitnehmen – gewiss ist es nicht interessant, allerdings durchaus wert nicht gewissen Parteien übergeben zu werden.“ Jegliche Informationen welche den Hexenjägern dienen würden, wenn man schon einmal hier war, war es schließlich wert vernichtet oder ihrem Griff entzogen zu werden.
Sein Blick folgte beiläufig der Rauchspur, welche langsam etwas dünner wurde. „Nun…ich habe Abhandlungen über experimentelle Heilmethoden, etwas über Edelsteine als Katalysator für magische Zauber und…nun, das bleibt abzuwarten.“ Mit diesen Worten jagte er auch schon seiner Rauchspur hinterher, die ihn diesmal recht weit in die Bibliothek führte. Sogar in die nächste Etage! Wo er gut versteckt einen weiteren Band fand, über Monster welche die Fähigkeit der Regeneration beherrschten und über Mittel, welche aus ihnen gewonnen werden konnten. Es überraschte ihn nicht, dass er keine Aufzeichnungen zu Vilgefortz oder eine magische Schrift fand, die ihm vorsang wie er das gemacht hatte. Letztendlich – wenn selbst die Impera Bridgada keine genauen Informationen hatte, würde Novigrad das auch nicht. Er trat mit zwei mächtigen Bänden wieder zurück zur Tür und damit zu Aelies, weniger subtil hielt er sie schlicht unter den Armen. Der Windzug hatte sich wohl mittlerweile verflüchtigt. „Hast du dich um Artesua gekümmert?“, hakte er noch – auch wenn er davon ausging das sich Aelies darum gekümmert hatte. Da sie nun beide hatten wofür sie gekommen waren, blieb wohl nicht mehr viel zu erledigen. Es war durchaus angenehm, ein Gesicht aus den frühen Tagen seiner Karriere wieder zu sehen.
„Ich denke, das wird Philippa zufrieden stellen.“, sagte er dann, „Du deine…künstliche Lösung und ich meine biologische.“ Gleichzeitig begann er seine Füße zu bewegen, wohl Richtung Ausgang. „Ich denke wir werden uns häufiger sehen, jetzt wo du bei der Witwe bist. Tatsächlich hast du Recht, die Gerüchte betreffend des Weinhändlers der sie umgarnt sind eine gute Tarnung um die regelmäßigen treffen zu verstecken. Ihre Idee.“ Er schritt in einem deutlich entspannteren Gang als er angekommen war durch die Tür, bog mit Aelies neben sich wieder auf den großen Hof der Akademie nur um innerhalb kürzester Zeit von weiteren Bütteln in ein Kreuzfeuer aus Blicken genommen werden. Einer von ihnen hatte etwas Offiziersmäßiges an sich, er trug ein Schwert und keine Hellebarde und verzichtete auf diesen absolut affigen Helm. „Eh!“, sagte er dann, „Hab meine Jungs Stepjan und Andrej völlig aufgekratzt zwei Straßen weiter aufgegabelt – etwas von fickenden Studenten lallend. Ich weiß, wenn ein Mann das Bedürfnis hat einen Wegzustecken muss er einen Wegstecken, gerade bei der Zauberhaften da neben dir. Aber die Bücherei is‘ tabu seit dem Radovid hier einmarschiert ist .“ Er kam einen Schritt näher, musterte zunächst Aelies mit einem recht offensichtlich – sagen wir einmal anzüglichen Blick und dann betrachtete er Drazan, die Bücher unter dem Arm im Besonderen. „Und is‘ logischerweise auch verboten, Bücher mitzunehmen, eh?“, sagte er dann, „Also Kollege, ich mach dir unter Männern ein gutes Angebot, du bringst die Bücher zurück, dann wird ich und deine Süße hier ein paar…freundliche Worte über dich zwischen den Regalen verlieren…du verstehst was ich meine, dann könnt ihr gehen. Andernfalls sind das zwei Wochen Gefängnis für euch Turteltäubchen.“ Er lehnte sich leicht zu Elsbeth. „Und die sind nicht so nett wie ich, Liebchen…“ Drazans Reaktion war ein müdes Lächeln, die freie Hand hinter dem Rücken welche sich bereits wieder mit Funken und Energie füllte, zum Glück ungesehen von dem schmierigen Typen der nur Augen für seine ehemalige Schülerin hatte. Zwar war sie mittlerweile durchaus in der Lage sich selbst zu wehren, dennoch fühlte er so etwas wie…ja, man könnte es sagen beinahe ein Reflex. Ein innerer Kodex der ihm gebietet, dass gefälligst so nicht zuzulassen. Er erhob schließlich die Stimme. „Meine geschätzten Vertreter von Recht und Gesetz…“, alleine die Einleitung ließ die Wachen spottend das Gesicht verziehen, „Ich muss leider auf das Angebot verzichten, habe allerdings ein Gegenangebot: Ich lasse euch diesen wunderbaren Tag überleben, und im Gegenzug tragt ihr eure Plattenfüße aus unserem Weg.“ Das ganze quittierte er mit einem bösartigen, spottenden Lächeln. Die Herren nahmen den, für sie jungen, Studenten natürlich nicht ernst und lachten schallernd während schon die Plattenhand des Offiziers ausholte und Drazan gewiss die passende Antwort hinter seinem Rücken hatte. Männer! Was würden sie ohne ihre Frauen tun?
Sein Blick folgte beiläufig der Rauchspur, welche langsam etwas dünner wurde. „Nun…ich habe Abhandlungen über experimentelle Heilmethoden, etwas über Edelsteine als Katalysator für magische Zauber und…nun, das bleibt abzuwarten.“ Mit diesen Worten jagte er auch schon seiner Rauchspur hinterher, die ihn diesmal recht weit in die Bibliothek führte. Sogar in die nächste Etage! Wo er gut versteckt einen weiteren Band fand, über Monster welche die Fähigkeit der Regeneration beherrschten und über Mittel, welche aus ihnen gewonnen werden konnten. Es überraschte ihn nicht, dass er keine Aufzeichnungen zu Vilgefortz oder eine magische Schrift fand, die ihm vorsang wie er das gemacht hatte. Letztendlich – wenn selbst die Impera Bridgada keine genauen Informationen hatte, würde Novigrad das auch nicht. Er trat mit zwei mächtigen Bänden wieder zurück zur Tür und damit zu Aelies, weniger subtil hielt er sie schlicht unter den Armen. Der Windzug hatte sich wohl mittlerweile verflüchtigt. „Hast du dich um Artesua gekümmert?“, hakte er noch – auch wenn er davon ausging das sich Aelies darum gekümmert hatte. Da sie nun beide hatten wofür sie gekommen waren, blieb wohl nicht mehr viel zu erledigen. Es war durchaus angenehm, ein Gesicht aus den frühen Tagen seiner Karriere wieder zu sehen.
„Ich denke, das wird Philippa zufrieden stellen.“, sagte er dann, „Du deine…künstliche Lösung und ich meine biologische.“ Gleichzeitig begann er seine Füße zu bewegen, wohl Richtung Ausgang. „Ich denke wir werden uns häufiger sehen, jetzt wo du bei der Witwe bist. Tatsächlich hast du Recht, die Gerüchte betreffend des Weinhändlers der sie umgarnt sind eine gute Tarnung um die regelmäßigen treffen zu verstecken. Ihre Idee.“ Er schritt in einem deutlich entspannteren Gang als er angekommen war durch die Tür, bog mit Aelies neben sich wieder auf den großen Hof der Akademie nur um innerhalb kürzester Zeit von weiteren Bütteln in ein Kreuzfeuer aus Blicken genommen werden. Einer von ihnen hatte etwas Offiziersmäßiges an sich, er trug ein Schwert und keine Hellebarde und verzichtete auf diesen absolut affigen Helm. „Eh!“, sagte er dann, „Hab meine Jungs Stepjan und Andrej völlig aufgekratzt zwei Straßen weiter aufgegabelt – etwas von fickenden Studenten lallend. Ich weiß, wenn ein Mann das Bedürfnis hat einen Wegzustecken muss er einen Wegstecken, gerade bei der Zauberhaften da neben dir. Aber die Bücherei is‘ tabu seit dem Radovid hier einmarschiert ist .“ Er kam einen Schritt näher, musterte zunächst Aelies mit einem recht offensichtlich – sagen wir einmal anzüglichen Blick und dann betrachtete er Drazan, die Bücher unter dem Arm im Besonderen. „Und is‘ logischerweise auch verboten, Bücher mitzunehmen, eh?“, sagte er dann, „Also Kollege, ich mach dir unter Männern ein gutes Angebot, du bringst die Bücher zurück, dann wird ich und deine Süße hier ein paar…freundliche Worte über dich zwischen den Regalen verlieren…du verstehst was ich meine, dann könnt ihr gehen. Andernfalls sind das zwei Wochen Gefängnis für euch Turteltäubchen.“ Er lehnte sich leicht zu Elsbeth. „Und die sind nicht so nett wie ich, Liebchen…“ Drazans Reaktion war ein müdes Lächeln, die freie Hand hinter dem Rücken welche sich bereits wieder mit Funken und Energie füllte, zum Glück ungesehen von dem schmierigen Typen der nur Augen für seine ehemalige Schülerin hatte. Zwar war sie mittlerweile durchaus in der Lage sich selbst zu wehren, dennoch fühlte er so etwas wie…ja, man könnte es sagen beinahe ein Reflex. Ein innerer Kodex der ihm gebietet, dass gefälligst so nicht zuzulassen. Er erhob schließlich die Stimme. „Meine geschätzten Vertreter von Recht und Gesetz…“, alleine die Einleitung ließ die Wachen spottend das Gesicht verziehen, „Ich muss leider auf das Angebot verzichten, habe allerdings ein Gegenangebot: Ich lasse euch diesen wunderbaren Tag überleben, und im Gegenzug tragt ihr eure Plattenfüße aus unserem Weg.“ Das ganze quittierte er mit einem bösartigen, spottenden Lächeln. Die Herren nahmen den, für sie jungen, Studenten natürlich nicht ernst und lachten schallernd während schon die Plattenhand des Offiziers ausholte und Drazan gewiss die passende Antwort hinter seinem Rücken hatte. Männer! Was würden sie ohne ihre Frauen tun?
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