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Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
it comes and goes in waves

it comes and goes in waves
Saskia
Administrator
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#3
23.10.2021, 20:28
Saskia mochte nicht zu den absoluten Menschenkennern gehören, die mit wenig Aufwand hinter die Fassade eines Gesichts blicken konnten oder gut darin waren, Gedanken zu erraten. Doch mit Drazan hatte sie genug Zeit verbracht, um ihn zumindest halbwegs einschätzen zu können – das dachte sie zumindest. Doch die Tatsache, dass er sich in Novigrad aufhielt, ebenso wie Philippa Eilhart, ließ sie misstrauisch bleiben und so war die Erleichterung, die seine Worte auf ihre Frage in ihr auslösen hätte können, nur halbgar. Dennoch schien mit jeder Sekunde, in denen sich Saskia über die Tatsache bewusst war, dass er unversehrt, lebendig und offenbar ganz der Alte war, eine gewisse Ruhe in ihren Geist zu ziehen, die das Unwohlsein der überraschenden Erkenntnis deutlich abmilderte.

Sein Lächeln erwiderte sie mit einem schon fast vorwurfsvollen Blick, denn seine Gabe, viele Worte zu sagen und dabei keine hilfreiche Aussage zu treffen, hatte sie von Anfang an immer wieder an den Rand der Verzweiflung getrieben – dabei überhörte sie seine Selbstgefälligkeit schon ohne Weiteres und hatte schnell aufgehört, sich über diese zu ärgern. Und wenn sie im letzten halben Jahr etwas gelernt hatte, dann, dass es für sie quasi unmöglich war, Drazan in seinem Redefluss zu stoppen oder ihm mit ebenso vielen Worten die Stirn bieten zu wollen, ohne sich dabei unweigerlich mehrmals zu wiederholen oder abzuschweifen, denn sein Wortschatz und sein ganzes Formulieren war dem ihren einfach viele Jahre, Bücher und Diskussionen voraus. Im Vergleich zu ihm hätte man Saskia gut und gern als mundfaul beschreiben können – doch eigentlich lag ihr wahres Können darin, die richtigen Worte ohne Umschweife zu finden und somit nicht das Einschlafen des Gegenübers zu riskieren. Und so neigte sie nur kurz den Kopf zur Seite, und nickte mit einem beschwichtigenden Nicken. „Etwas Anderes hätte ich von dir auch nicht erwartet.“, meinte sie dann mit einem leichten Anflug eines Schmunzelns. Etwas anderes wäre ihr kaum in den Sinn gekommen, schließlich stand sie keinem sprunghaften oder gar spontanen Elf gegenüber, sondern Drazan Ehrendorn, der ihr wahrscheinlich minutiös den Weg, den er von Vergen bis hier gereist war rekonstruieren konnte, wenn sie ihn danach fragte und ebenso genau um die Anzahl der Schritte wusste, die er in der letzten Stunde getätigt hatte. „Das beantwortet-“ Er unterbrach sie jäh mit einem Ausbruch schauspielerischer Höchstleistung, die Saskia bereits in der ersten Sekunde mit einem tiefen Seufzen und einem leichten Augenrollen kommentierte, auch wenn seine Aussage sie für einen kurzen Augenblick prüfend an sich herabsehen ließ, was nun auch dazu führte, dass sie etwas mehr Distanz zwischen sich und Drazan brachte und tatsächlich den Griff um sein Handgelenk etwas lockerte. Ihre Augenbrauen zogen sich ernster zusammen, als vielleicht angebracht, während sie fragend zu ihm aufblickte, wobei kaum ersichtlich war, ob sie seine Überschwänglichkeit oder seine Aussage mehr irritierte. Doch wie üblich kam sie nicht dazu, großartig zu reagieren – wie üblich übernahm der Zauberer nämlich das Kommando, hakte sich fest bei ihr unter und führte sie zielstrebig…. Wohin auch immer.
Saskia hielt den Mund, denn die Monate in nilfgaardischer Gefangenschaft hatten ihr beigebracht, dass es gewisse Reaktionen und Taten gab, die das selbe bedeuteten wie ein scharf tadelnd gezischtes „Das ist jetzt nicht der passende Zeitpunkt/Ort/Tonfall/Stand der Sterne/wasauchimmer“ und sie zu Stille und Folgsamkeit brachten – zuletzt jedoch nicht ohne ein unterdrücktes Lächeln, das sich sowohl an den Mundwinkeln als auch in den Augen zeigte, denn was für den Einen oder Anderen nach gehorsamem Duckmäusern aussehen mochte, war Saskias eigener, irgendwie dankbaren Zurückhaltung zugunsten von Harmonie und Ausgeglichenheit geschuldet, denn schon das erste Aufeinandertreffen der beiden Sturköpfe hatte ihr aufgezeigt, dass sie eigentlich nur ein wenig Selbstbeherrschung brauchte, um Drazan soweit zufrieden zu stellen, dass er ihr nicht mit Demeritiumfesseln oder anderen Torturen drohte und unter solchen Umständen durchaus… umgänglich war. Sicher hatte es Momente gegeben, in denen die Beiden kurz davor gewesen waren, sich die Köpfe einzuschlagen – nur um sich dann einzugestehen, dass emotionale Ausbrüche kaum zielführend waren und vor allem Saskias eigenes Leben doch irgendwie von dem Wohlwollen des Schwarzhaarigen abhing. Und auch wenn dies jetzt nicht mehr grundsätzlich der Fall war, immerhin war Saskia offiziell so frei, wie sie wohl nie gewesen war – sie wusste um Drazans korrekte Einschätzung von Situationen und beneidete ihn vielleicht im Stillen darum, die Sinne immer soweit beisammen zu haben, um möglichst wenig Fehler zu machen – wenn überhaupt. Vielleicht ließ sie sich deshalb ohne Widerworte und ohne ein widerwilliges Zucken oder Zögern von ihm führen, obwohl sie selbst keine Bedenken gehabt hätte, einfach an Ort und Stelle weiter zu reden. Dass er ausgerechnet einen Torbogen als sichereren Ort auserkoren hatte, kommentierte Saskia nur mit einem prüfenden und abschätzenden Blick in alle Himmelsrichtungen und ein angedeutetes Schulterzucken, bevor sie wieder zu ihm hinauf blickte und schließlich mit einem fast entschuldigenden Abwenden des Blicks seinen Arm freigab, den sie nun geraume Zeit für sich beansprucht hatte. Sie hatte seine persönliche Komfortzone nie in Frage gestellt, jedoch schnell den Vergleich mit anderen Menschen gezogen und sie für ‚außergewöhnlich‘ eingestuft, denn während Saskia instinktiv die Nähe zu Personen suchte, die ihr nahestanden, hielt Drazan alles und jeden konsequent auf Abstand und schien oftmals sogar persönlich beleidigt, wenn man es wagte, ihm auch nur den Hauch einer freundlichen Annäherung zuteilwerden zu lassen.

Standen sie und er sich denn nahe? Aus ihrer Sicht durchaus, immerhin gab es in ihrem kurzen Leben nur wenig Beständigkeit, sodass sie seine monatelange fast tägliche Gesellschaft durchaus als wertvoll und nun, einzigartig betiteln konnte. Bei seiner Ansicht war sie sich wiederum nicht sicher. Und so tat sie ihm den Gefallen, ein Stück von ihm weg zu rücken, wie unabsichtlich, um die Arme vor der Brust zu verschränken und die Umgebung noch einmal intensiver in Augenschein zu nehmen und einen kleinen Stein, der in unmittelbarer Nähe lag, mit der Stiefelspitze ein Stück weiter zu treten und Drazan dabei den Rücken zuzuwenden, ohne jedoch gänzlich die Aufmerksamkeit zu verlieren. Sie nickte mit einem leisen Lächeln auf seine Feststellung hin, dass ausgerechnet Novigrad derzeit die Leute anzuziehen schien, die sich weit von der Stadt fernhalten sollten und warf ihm über die Schulter hinweg dann einen kurzen, prüfenden Blick zu. Friedlich lebender Bürger der Stadt? Im Grunde genommen wusste sie nicht einmal, was das bedeutete doch aus seinem Mund klang es ähnlich absurd, als hätte er ihr gesagt, dass er nun auf dem Land leben und vom Ackerbau leben würde. Sie wollte ihm die Fähigkeit, gut zu lügen, nicht absprechen, doch selbst gute Schauspielkunst konnte Äußerungen nicht plausibel machen, die seinem Charakter dermaßen widersprachen. Sie trat erneut nach dem Stein, die Stirn nachdenklich in Falten gelegt. “Ich denke ehrlich gesagt, DU solltest nicht hier sein.“ Sie hielt einen Moment inne, fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen und wandte sich dann mit gehobenen Augenbrauen zu ihm um und zog scharf die Luft ein. „Ich habe mindestens genauso viel Grund wie du, hier zu sein.“, antwortete sie dann und wirkte dabei, als hätte er sie beim Betreten verbotener Räume erwischt, „Ich… suche jemanden.“ Sie holte tief Luft, weil sie ahnte, dass er etwas ahnte, vermied den direkten Blick in seine Richtung und verbesserte sich sogleich, „…suche Etwas. Einen Drachen. Auf König Stennis Befehl hin.“ Ihr Tonfall und der vielsagende kurze Blick, sowie das natürlich rein zufällige Kratzen an der Stirn sollte ausreichen, um ihn die richtigen Schlüsse auf diesen seltsamen Auftrag hin ziehen zu lassen. „Ich bin nur auf der Durchreise.“, fügte sie dann an, sie musste ihm ja nicht auf die Nase binden, dass sie sich schon ein wenig länger in Novigrad aufhielt und sich zu gewissen Aktionen verleiten lassen hatte. „Umso… erstaunlicher, dass wir uns zufällig über den Weg laufen.“ Sie atmete hörbar aus und wandte ihren Blick von den grob begradigten Steinen, aus denen der Torbogen bestand, nun wieder auf Drazan. Erst jetzt fiel ihr auf, dass er nicht das typische Schwarz trug und in seiner aktuellen Kleidung irgendwie… falsch wirkte. Irgendwie genau so, wie sie sich in ihrer roten Jacke fühlte: verkleidet und der liebgewonnenen Gewohnheit irgendwie entrückt. An einem anderen Tag hätte sie jetzt laut gelacht, an diesem einbrechenden Abend jedoch hielt sie den kurzen Anflug von amüsiertem Spott zurück. „Dein Leben als friedliebender Bürger geht offenbar mit einer modischen Neuerfindung deiner selbst einher?!“, fragte sie dann bemüht ernst, „Du solltest dich an etwas mehr Farbe wagen, das Braun passt nicht zu deinen Augen.“ Offenbar hatte sie zu viel Zeit mit Rittersporn verbracht, denn Saskia selbst hatte weder ein äußerst ausgeprägtes Empfinden für bunte Farben oder gar deren Kombinationen – doch seltsame Phrasen, die konnte sie sich merken.
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it comes and goes in waves - von Saskia - 23.10.2021, 20:27
RE: it comes and goes in waves - von Drazan - 23.10.2021, 20:27
RE: it comes and goes in waves - von Saskia - 23.10.2021, 20:28
RE: it comes and goes in waves - von Drazan - 23.10.2021, 20:28
RE: it comes and goes in waves - von Saskia - 23.10.2021, 20:28

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