The Square
Witcher-lore
1273
Szenentrennung
L3V3S3
registrieren
anmelden
Willkommen, lieber Reisender!

Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
Eine Navigationsübersicht findest du hier.
Neuste Ereignisse
05.11. Heute ist es so weit - wir starten ganz offiziell in den Betrieb :).
22.10. Machen wir es schon ganz offiziell? Na so halb. Herzlich Willkommen in der offiziellen Beta-Phase. Versuchen wir mal, uns häuslich einzurichten.
Storyline
Mitglieder
Gesuche
Faceclaim
FAQ
Reservierungen
Discord
Login
Benutzername:
Passwort:
Passwort vergessen?
 
The Square › Silver & Steel › Redanien
it comes and goes in waves

it comes and goes in waves
Drazan
Administrator
28 Posts
2 Threads
#2
23.10.2021, 20:27
Es war durchaus ein schwieriges Unterfangen als Weinhändler in der Menge zu toben. Ein Umstand, den er stehts damit auskonterte, einfach überhaupt keine Tarnung aufzulegen. Es war gewiss naiv, zumindest ein kleines Bisschen, zu hoffen man würde ihm im Falle einer Gefangenschaft nicht sofort zuordnen können. Allerdings war das etwas für Geheimdienstexperten und nicht für Büttel Karl der am Tretegorer Tor seit zwei Stunden halb betrunken seine Schicht abstand. Der große Vorteil als Magier in Nilfgaard war ja, dass es eher unwahrscheinlich war das man überhaupt gekannt wurde. Wo sich die Loge in den nördlichen Königreichen an den Banketts die wärmsten Plätze gesichert haben, war es als Zauberer in Nilfgaard doch eher die Brot und Butter Klasse. Der einzige Grund für Drazan überhaupt einmal auf einem Bankett unterwegs zu sein waren diese unsäglichen Familienfeiern, die er in jungen Jahren erdulden musste. Mittlerweile fanden die Einladungen vermutlich den Weg in irgendeine vollgestopfte Ablage für den Fall er würde je wieder die Tore der Akademie durchschreiten. Ein Gedanke an den er bei der momentanen Lage recht wenig Hoffnung verschwendete. Die Chancen standen gut man würde ihn doch irgendwann erwischen, bedachte man die Gesellschaft in der sich aufhielt. Als sei Magier zu sein in diesen Tagen nicht schon ein schlimmes Pulverfass musste er sich nebst allen Gestalten auch noch ausgerechnet mit Philippa Eilhart einlassen die, sobald man sie denn finden würde, alles andere als ein gutes Licht auf ihn werfen würde. Nur ein weiterer Sargnagel den er sich neben Nekromantie, der Politik und der Kaisertreue angelacht hatte. Alles in allem hätte es ein schönes, entspanntes Forscherleben werden können würden mit erhöhter Intelligenz nicht auch irgendwann Ambitionen erweckt werden die Welt zu verbessern und nicht sie ruhen zu lassen. Ob es dort einen Bogen gab? Von Politik ist mir scheiß egal, über ich möchte die Welt verändern bis hin zu allem vernichtenden Zynismus der einen dazu bewegte Bücher im Stile eines intellektuellen Maulhelden zu verfassen das man definitiv am Ende ist, egal wie man es dreht und wendet. Falls dem so ist und als Magier war er schon immer ein schlechter Sozialforscher befand er sich vermutlich auf der Vorstufe zum Zynismus, dort wo die Hoffnungen am Größten sind.

Als er also mit raschen Schritten, langsam ging der Zauberer nur wenn er gezwungen wurde, durch die alles andere als verschlafenen Gassen Novigrads eilte wurde ihm einmal mehr schmerzlich bewusst was für ein harter Griff sich um die Stadt gelegt hatte und was für eine Mammutaufgabe es werden würde, diesen Griff zu lösen. Man konnte es drehen und wenden wie man wollte, das Ziel der nördlichen, südlichen und auch eigentlich jeder anderen Welt sollte es sein das Pack das Radovid um sich geschart hat zu vernichten. Sicherlich würde jeder der die Sache ebenfalls so sieht seine ganz eigenen Ziele verfolgen, doch das Resultat war entscheidend. Radovid drohte die gesamte menschliche Zivilisation in eine barbarische Denunziationskultur zu werfen, alleine was er in Artesua angerichtet hatte würde die Forschung um Jahre zurückwerfen. Schuld waren daran allerdings nicht nur verwirrte Gedanken im Kopf eines Jungen, der vorgab ein Mann zu sein, nein, keinesfalls. Schuld daran waren vor allem die Machtspiele und Ränke, welche die politische Landschaft seit jeher zeichneten. Etwas das es in Nilfgaard ebenso gab wie in Redanien, das Ausmaß war entscheidend. In Nilfgaard mochte man sich die Gunst von kaiserlichen Beamten oder des Hofes irgendwie ermogeln, allerdings ist die goldene Sonne dennoch exemplarisch dafür wie entscheidend eine Vision, knallhart und kompetent ausgeführt, für ein Land sein kann. Radovid setzt seine Vision ähnlich durch, nur ist sie eben furchtbar.

Der ehemalige Leiter des magischen Sonderverbands scheute sämtliche öffentliche Marktplätze, Versammlungsplätze und alles wo man auch nur ansatzweise einen Menschen hinrichten konnte wie eine Katze das Wasser. Man musste sein Glück nicht herausfordernd und er fühlte sich immer ein wenig schelmisch, wenn er so dicht an den Hexenjägern vorbeiging, ganz so als würde er versuchen dem Glück zu sagen: Na, das ist alles? Und die Wette konnte er nur verlieren im Moment, da war er sich sicher. Dementsprechend bevorzugte er Seitengasse, Ströme aus Menschen, die in eine Richtung gingen und die einen nicht zu lange aufhielten. Alles was einem irgendwie aus dem direkten Blickwinkel nahm. Er hatte sogar auf seine schwarze Kleidung verzichtet, um nicht irgendwelche Assoziationen mit Nilfgaard herzustellen, sondern sich stattdessen in irgendeinen schlammbraunen Aufzug geworfen den er immer mehr bereute. War er nicht nur modisch eine absolute Katastrophe, auch der Sitz war keinesfalls mit den Samt, Seiden und weiß der Teufel noch was in so einer vernünftigen Kleidung drinsteckte zu vergleichen. Das Ziel seines Tages war tatsächlich relativ harmlos, brauchte er nur einige grundlegenden Utensilien die wenig bis gar keinen verdacht erregten. Silberbesteck, Kreide, Kerzen nichts was sofort die Hexenjäger auf den Plan rief, vorausgesetzt man kaufte nicht alles auf einem Schlag beim gleichen Kaufmann.

Als er also, lediglich mit dem Ziel und einigen Gedanken vor Augen, eine vergleichsweise angenehm zu durchgehende Gasse durchstreifte riss ihn ein Griff um sein Handgelenk aus jeglichen hochwichtigen Gedanken welche der Zaubere zu jederzeit hegte. Er hatte den Reflex jeden sofort anzugreifen der ihn unsanft anfasste mittlerweile durchaus im Griff, würde es durchaus Aufsehen erregen, wenn es mitten in einer Menschenmenge plötzlich gewitterte. Dennoch, die freie Hand war beinahe zeitgleich an dem Stilett, das er unter seiner Kleidung verbarg bevor er realisierte das es sich um eine Frau handelte, die ihn gegriffen hatte. Er hatte weder Lust auf Prostituierte noch auf irgendeine Affäre, die vermutlich die Einzigen wären die einen Grund hätten ihn irgendwie anzusprechen. Gleichsam war ihm die Stärke, mit der die andere Person ihren Griff vollführte etwas rätselhaft, Waschweiber waren keinesfalls zu unterschätzen. Diese Person hingegen jedoch…passte so gar nicht in das Profil und erst nach einigen Momenten dämmerte ihm auch die einzig richtige Erklärung für diesen Zusammenstoß.

Es passte ihm ganz und gar nicht auf einer Armlänge an irgendeine Person gekettet zu sein, war er doch kein Freund von Körperkontakt jeglicher Art. Als er sich nun machtlos in der Situation sah noch näher herangezogen zu werden, stellte sich das Gefühl eines persönlichen Angriffs ein, der sogleich mit einem Schub Adrenalin von seinem Körper quittiert wurde. Er konnte den beschleunigten den Puls und die tanzenden Adern beinahe unter seiner Haut spüren. Den heraufbrausenden Sturm ließ er allerdings verborgen, zeigte nur Irritation über die getätigten Aussagen. Die Definition von Subtil sah in der Tat anders aus und er würde dieses Gespräch liebend gerne wo anders führen aber nun, man musste die Feste feiern wie sie fielen. „Nun…“, eröffnete er, „Im Moment schicken mich nur meine eigenen zwei Füße, gelenkt von meinem brillierten Geist.“ Er lächelte trocken, einmal mehr die Mauer des Sarkasmus vor irgendwelchen Gefühlsregungen aufbauend. „Zwar ist Novigrad derzeit durchaus…etwas überbevölkert, allerdings habe ich meine Papiere ordnungsgemäß wie jeder andere Bürger dieser Stadt ausgefüllt. Rechtlich gesehen darf ich also durchaus hier sein.“ Als würde er auch nur eine Silbe missen, wenn er Saskia, dem Drachen, gegenüberstand. Dazu war ihm die eigene Haut dann doch etwas zu wichtig und es passte ihm nicht im Geringsten ein so baldiges Widersehen unter den Gesetzen des Zufalls abhalten zu müssen und nicht, wie es schon immer in ihrer Beziehung der Fall gewesen war, die Situation genaustens zu kontrollieren. Sein Gehirn war nun sehr bemüht, die optimale Lösung zu errechnen um die Aufmerksamkeit, welche die Beiden zweifelsohne erlangt hatten zu verlieren und gleichsam die Situation irgendwie zu entschärfen. Er entschied sich zu einer Gefühlsregung, von der Beide exakt wussten das sie gespielt sein würde und dennoch brachte er das folgende „Mensch! Sophie! Schön dich zu sehen, du hast aber ein bisschen zugenommen seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben, oder?“ mit einer Überzeugung heraus die bestimmt jeden Theaterschauspieler vor Neid hätten erblassen lassen. Etwas ungeniert versuchte er dann sein Handgelenk zurückzuziehen, in der Hoffnung man bestünde nicht darauf ihm die nächsten vier Stunden festzuhalten. Als ihm das allerdings nicht gelang, entschied er sich für Plan: Was mach ich hier eigentlich und versuchte sich stattdessen unterzuhaken. Er hatte als Weinhändler ja durchaus Etikette, freundschaftliches Auftreten und noch so einiges mehr lernen müssen. Da konnte man die Talente ja auch etwas nutzen. Untergehakt wie die besten Freunde ging er langsam weiter, irgendwohin wo man in Ruhe reden konnte. Einfach zu verpuffen war bestimmt auch eine super Idee, allerdings doch eher schwierig umzusetzen. Unter einem Torbogen vor irgendeiner Sackgasse hielt er dann schließlich an, seufzte, und versuchte sich nun bestimmter loszureißen. „Ich weiß nicht.“, sagte er dann knapp, „Aber es scheint mir als würde die ganze Welt versuchen nach Novigrad zu kommen.“ Als hätte er das schlimmste Leid der Welt erlitten massierte er sich die Schläfen. „Nun gut. Ja, ich bin in der Tat in Novigrad. Weit weg von jeder Front, ein friedlich lebender Bürger der Stadt.“ Konnte der Mann auch was anderes als Sarkasmus? Bestimmt. Wollte er etwas anderes als das zeigen? Auf gar keinen Fall. Er konnte Saskia nicht sagen das er tatsächlich froh war sie unbeschadet zu sehen und ihr anraten, die Stadt schleunigst wieder zu lassen. Wenn nicht wegen den Hexenjägern, dann vor allem wegen der lauernden Philippa die wie eine kleine Webspinne Saskia immer noch in ein breites Netz gelegt hatte und nur darauf warte das ihre Beute zuckte und sich damit verriet. Schändlicher weise hatte er auch keine Antwort darauf, wie man dieses Problem akkut lösen könnte. „Ich denke ehrlich gesagt, DU solltest nicht hier sein.“ Erwiderte er dann die Phrase von vor einigen Minuten.
[Bild: drazan_sig.png]
Suchen
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »


Nachrichten in diesem Thema
it comes and goes in waves - von Saskia - 23.10.2021, 20:27
RE: it comes and goes in waves - von Drazan - 23.10.2021, 20:27
RE: it comes and goes in waves - von Saskia - 23.10.2021, 20:28
RE: it comes and goes in waves - von Drazan - 23.10.2021, 20:28
RE: it comes and goes in waves - von Saskia - 23.10.2021, 20:28

  • Druckversion anzeigen
Gehe zu:

  • Kontakt
  • Nach oben
  • Alle Foren als gelesen markieren
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2026 MyBB Group.
Linearer Modus
Baumstrukturmodus