23.10.2021, 20:19
Er schlug Saskia die Befriedung von Vergen nicht nur aus Herzensgüte vor. Wenn er es schaffte, mit Saskia das Gebiet zu ordnen und sie gleichzeitig als wichtige Kriegsressource an ihn zu binden, würde er wesentlich mehr Zeit haben sich einen Plan zu überlegen wie er am Besten mit Saskia verfahren würde. Philippas Gefallen hatte er insofern erfüllt, als das er Saskia vor den anderen Nilfgaardern gerettet hatte, sie überlebt hat und vermutlich am Ende des Krieges eine Chance besteht, sie irgendwie in Philippas Hände zu spielen. Auch wenn es sehr lange dauern würde, bis es soweit war. Genug Zeit für ihn, den wahren Grund weswegen er sie gefangen genommen hatte zu erfüllen: Nämlich seine Monsterforschung. Wobei er sehr davon absehen würde, Saskia so zu bezeichnen – auch wenn es natürlich rational der am häufig benutzte Überbegriff für Wesen wie sie ist. Am Ende war er kein böswilliger Verhörmeister, sondern lediglich ein interessierter Forscher. Jemand der fasziniert von der Welt war und lediglich Chancen nutzte, diese Neugier zu befriedigen. Es lag auch eigentlich überhaupt nicht in seinem Interesse, Saskia in dieser Zelle eingesperrt zu sein. Er hatte sich, wie es eben seine Natur war, durchaus über sie informiert. Sie war zwar keineswegs eine Persönlichkeit, die normalerweise in seinem Umfeld herumlungerte, allerdings keineswegs eine verachtenswerte Person.
Er wurde hellhörig, als die blonde Drachendame Philippa ansprach. Ein leichtes Grinsen zeigte sich auf seinen Lippen, die Art, die einen anderen scharfen Verstand wertschätzte. „Ja.“, sagte er dann, „Ich vermute…gelinde gesagt, sie hofft auf ein weiteres Machtinstrument.“ Natürlich war es keinesfalls ein Trost welcher er brachte, insbesondere nicht, wenn ein Magier aus Nilfgaard es sagte. Ein Magier, welcher sie gefangen genommen hatte. „Das weiß ich durchaus.“, bestätigte er. Auf eine Schlange, darauf hatte er sich eingelassen. Er bewunderte Philippa durchaus für ihre politischen Ambitionen und ihre Weitsicht, teilten sie und er doch die gleiche Weltanschauung, jedoch machte er sich keine Illusionen hinsichtlich ihres Charakters. Machthungrige Persönlichkeiten waren stets wertvolle Verbündete, wenn man selbst nach Macht strebte – sie erledigten die Mühen, an welchen man selbst nicht interessiert war. Das war Drazan keinesfalls. Ihn nervten die Kriege, der Tod – die Verzweiflung und die unnötige Gewalt. Sollte er jemals seine utopischen Ziele verwirklichen, würde er an die nilfgaardische Akademie zurückkehren und der Forschung frönen, bis das er tot umfiel. Oder aber ein Leben als wandernder Magier, stets forschend, führen. Aber daran konnte er Tagträume verlieren, wenn es denn soweit war. Fürs erste musste er dem Pragmatismus frönen, konnte er die Welt doch nicht sich selbst überlassen.
„Ihr überschätzt den Kontakt, welchen ich mit ihr habe.“, sagte er dann, „Tatsächlich mag es durchaus sein das sie alles über euch weiß. Ich jedoch nichts, außer dem offensichtlichen. Es interessiert mich übrigens deshalb, weil ich einen großen Teil meiner Forschungen auf…Wesen spezialisiert habe. Einige Abhandlungen über die lebenden Toten finden sich bereits an der Akademie in Nilfgaard, daher ist es…berufliches Interesse welches mich in erster Linie an Wesen wie Drachen bindet. Woher sie kommen, wo sie leben – wie ihre Kultur ist, ihr Sozialverhalten? Wurdet ihr, nun, als Drache geboren oder…hat man euch als Mensch zunächst an eure Form gewöhnen müssen? Seid ihr im…Vermehrungsprozess eines Menschen zu Tage befördert worden oder in jenem eines Drachen? Es gibt so viele Fragen, welche ungeklärt sind und welche furchtbar faszinierend sind.“ Er lächelte sacht. „Ich vermute es ist genauso wie als würden mich Kinder auf der Straße nach einem Zauber fragen…es ist schwer so etwas zu erklären, wenn man sein ganzes Leben damit verbracht hat. Aber das macht es für andere nicht weniger interessant.“ Ein entschuldigendes Lächeln trat auf sein Gesicht. „Ich weiß die Umstände sind nicht die Besten, und ohne Philippa wärt ihr wirklich nicht hier, das stimmt. Allerdings denke ich nicht daran, euch wie eine gewöhnliche Kriegsgefangene zu behandeln – dafür spricht alleine diese Zelle. Es war tatsächlich ehrliche Neugier welche mich dazu bewogen hat, euch hier…festzuhalten. Und ehrlich gesagt denke ich, es gibt keinen Ort an dem ihr derzeit besser aufgehoben wärt – jedenfalls keinen der nicht utopisch ist.“
Er wurde hellhörig, als die blonde Drachendame Philippa ansprach. Ein leichtes Grinsen zeigte sich auf seinen Lippen, die Art, die einen anderen scharfen Verstand wertschätzte. „Ja.“, sagte er dann, „Ich vermute…gelinde gesagt, sie hofft auf ein weiteres Machtinstrument.“ Natürlich war es keinesfalls ein Trost welcher er brachte, insbesondere nicht, wenn ein Magier aus Nilfgaard es sagte. Ein Magier, welcher sie gefangen genommen hatte. „Das weiß ich durchaus.“, bestätigte er. Auf eine Schlange, darauf hatte er sich eingelassen. Er bewunderte Philippa durchaus für ihre politischen Ambitionen und ihre Weitsicht, teilten sie und er doch die gleiche Weltanschauung, jedoch machte er sich keine Illusionen hinsichtlich ihres Charakters. Machthungrige Persönlichkeiten waren stets wertvolle Verbündete, wenn man selbst nach Macht strebte – sie erledigten die Mühen, an welchen man selbst nicht interessiert war. Das war Drazan keinesfalls. Ihn nervten die Kriege, der Tod – die Verzweiflung und die unnötige Gewalt. Sollte er jemals seine utopischen Ziele verwirklichen, würde er an die nilfgaardische Akademie zurückkehren und der Forschung frönen, bis das er tot umfiel. Oder aber ein Leben als wandernder Magier, stets forschend, führen. Aber daran konnte er Tagträume verlieren, wenn es denn soweit war. Fürs erste musste er dem Pragmatismus frönen, konnte er die Welt doch nicht sich selbst überlassen.
„Ihr überschätzt den Kontakt, welchen ich mit ihr habe.“, sagte er dann, „Tatsächlich mag es durchaus sein das sie alles über euch weiß. Ich jedoch nichts, außer dem offensichtlichen. Es interessiert mich übrigens deshalb, weil ich einen großen Teil meiner Forschungen auf…Wesen spezialisiert habe. Einige Abhandlungen über die lebenden Toten finden sich bereits an der Akademie in Nilfgaard, daher ist es…berufliches Interesse welches mich in erster Linie an Wesen wie Drachen bindet. Woher sie kommen, wo sie leben – wie ihre Kultur ist, ihr Sozialverhalten? Wurdet ihr, nun, als Drache geboren oder…hat man euch als Mensch zunächst an eure Form gewöhnen müssen? Seid ihr im…Vermehrungsprozess eines Menschen zu Tage befördert worden oder in jenem eines Drachen? Es gibt so viele Fragen, welche ungeklärt sind und welche furchtbar faszinierend sind.“ Er lächelte sacht. „Ich vermute es ist genauso wie als würden mich Kinder auf der Straße nach einem Zauber fragen…es ist schwer so etwas zu erklären, wenn man sein ganzes Leben damit verbracht hat. Aber das macht es für andere nicht weniger interessant.“ Ein entschuldigendes Lächeln trat auf sein Gesicht. „Ich weiß die Umstände sind nicht die Besten, und ohne Philippa wärt ihr wirklich nicht hier, das stimmt. Allerdings denke ich nicht daran, euch wie eine gewöhnliche Kriegsgefangene zu behandeln – dafür spricht alleine diese Zelle. Es war tatsächlich ehrliche Neugier welche mich dazu bewogen hat, euch hier…festzuhalten. Und ehrlich gesagt denke ich, es gibt keinen Ort an dem ihr derzeit besser aufgehoben wärt – jedenfalls keinen der nicht utopisch ist.“
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