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Setz‘ dich zu uns, nimm einen Krug und deine Gwintkarten in die Hand. Es sind schwere Zeiten, in denen du zu uns gestoßen bist. Wir schreiben das Jahr 1273 und das Feuer der Hexenjagd hat schon viele Menschenleben verschlungen. Egal ob Mensch, Mutant oder Anderling: Es wird Zeit, dich für eine Seite zu entscheiden. Schmiede mit uns das Schwert des Schicksals neu und verändere mit uns die Politik, um Geschichte zu schreiben.
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The Square › Silver & Steel › Redanien
[closed] Dragonslayer & Dragonexplorer

[closed] Dragonslayer & Dragonexplorer
Saskia
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#8
23.10.2021, 20:17
Während Saskia seinen Worten lauschte – diesmal fast schon interessiert – lehnte sie sich ein wenig zurück. Es verwunderte sie fast ein wenig, dass er der Meinung war, sie wäre als Drache wirklich von so besonderer Wichtigkeit für Nilfgaard und die Nordlande. Eine Augenbraue hob sich langsam, skeptisch. Sowohl Radovid als auch Emhyr hatten ihrer Meinung nach momentan doch eindeutig besseres zu tun, als sich um einen Drachen zu kümmern, über den nun nicht erst seit gestern Geschichten gewoben wurden. Die Erwähnung der Hexer entlockte ihr ein kurzes Schnauben, zu gern hätte ihm jetzt unter die Nase gerieben, dass sie es nur einem Hexer zutraute, ihr gefährlich zu werden und ausgerechnet diesen hätte sie durchaus als Freund bezeichnet. Die anderen Hexer, sofern es sie wirklich noch geben sollte, hatten an ihr kein Interesse gehabt und sie war sich sicher, dass kaum einer von ihnen lebensmüde genug wäre, um sich mit ihr anzulegen – sofern sie überhaupt bereit waren, ihren Kodex des Geldes wegen zu brechen, denn glücklicherweise empfanden die Mutanten ihre Rasse offenbar als besonders schützenswert, zumindest seit einiger Zeit. Die allgemeine Einschätzung der Lage der Beiden unterschied sich offenbar immens, doch in einem Punkt musste sie dem Zauberer zustimmen: sie hatte keine wirkliche Wahl. Denn das Lager in Flammen aufgehen zu lassen war ein verlockender Gedanke, würde ihr vielleicht ein wenig Genugtuung bringen, aber keinen Sieg. Mit der Entscheidung, die Niedermark zum freien Staat auszurufen hatte sie sich einen Großteil der Nordlande zum Feind gemacht und die Zeit, Bündnisse zu schließen, war ihr bis zum Einmarsch Nilfgaards nicht gegeben gewesen, sodass sie nun mehr oder minder allein an verlorener Front saß. Selbst wenn sie hätte fliehen können, hätte es keinen Ort gegeben, an dem sie einkehren und um Hilfe bitten konnte. Sicher wäre die aktuelle Kriegslage hilfreich gewesen, um einfach ungesehen unterzutauchen, denn in vielen Ländern war ihr Gesicht unbekannt und natürlich wäre sie nicht einfach nach Poviss geflogen, dort auf dem Marktplatz gelandet und hätte vor aller Augen schließlich nackt um Asyl gebeten. Sie hätte in die Berge fliehen und ein wenig oder ein wenig mehr Zeit abwarten können, ehe sie zu den Menschen zurückkehrte. Wenn… ja, wenn sie stattdessen nicht gefesselt in dieser Zelle sitzen würde. Sie traute ihm dennoch nicht. Mochte er ihr Sicherheit versprechen, wie er wollte – damit köderte er sie nicht. Sie ahnte, dass sie auch nach Kriegsende weiter Dimeritiumfesseln an ihren Handgelenken schmoren würden, denn wer auch immer dieser geheimnisvolle Freund war, würde sie kaum mit einer herzlichen Umarmung in Empfang nehmen und gehen lassen, wenn er sie vorher in diese Situation brachte.

Ihr Blick war nachdenklich ins Leere gerückt und hob sich erst wieder zum Zauberer, als er aufgehört hatte, zu reden. Sie blieb ihm jedoch eine Entscheidung schuldig, auch wenn sie für’s Erste keine Anstalten machte, sich weiter aussichtslos zur Wehr zu setzen. Das leichte Neigen des Kopfes zur Seite hätte durchaus als wiederwillige Zustimmung gewertet werden können. Seine Antwort auf ihre Frage nach den Gefangenen hatte für einen kurzen Moment etwas wie Bedauern und Sorge in ihre Augen fahren lassen – die dann einer gewissen Ratlosigkeit wich. Sie hatte keine Ahnung, wie man als Verlierer einer Schlacht auf so eine Tatsache reagieren zu hatte. „Ich will die Namen.“, entfuhr es ihr ohne weiteres Nachdenken und die feste Stimme ließ vermuten, dass dies keine einfache Bitte war. Sie ahnte bitter, keinerlei Einfluss mehr auf den weiteren Lauf der Dinge für ihre Truppen zu haben, und dennoch konnte sie ihr Verantwortungsbewusstsein nicht spontan über den Haufen werfen. „Ich will alle Namen der Überlebenden in der Stadt.“ Eine plötzliche Angst durchfuhr sie, ebenso wie das schlechte Gewissen bisher keinen Gedanken an den Verbleib ihrer Freunde verschwendet zu haben. Sie wagte erst gar nicht, danach zu fragen, was mit ihnen passieren würde – sie wollte gar nicht darüber nachdenken und tat es dennoch, sehr zur Freude ihrer inneren Bestie. Angestachelt vom reinen Gedanken an die Männer und Frauen, die nun den Truppen Nilfgaards ausgeliefert waren, spürte Saskia innerhalb zweier Herzschläge wieder die Hitze in sich aufsteigen. Ruckartig war sie wieder aufgestanden und hatte einen Schritt auf den Zauberer zu gemacht. Sie schnappte nach Luft, versuchte noch ihre Vernunft walten zu lassen, die jedoch im nächsten Augenblick vollends von einem der tiefsten Urinstinke, die ihre Natur mit sich brachte, überlagerte wurde: Schätze zu Horten und diese zu beschützen. Und die Schätze von Saesenthessis waren nie aus Gold oder Edelsteinen gewesen, sondern waren fleischlicher Natur. Sie lagen nicht in Höhlen verborgen, sondern lebten in der Niedermark - ihrer Niedermark. Und auf einmal war da nichts mehr Menschliches in ihrem Blick, ließ ein beherzter Ruck der Handgelenke eins der Kettenglieder der Fesseln bedrohlich seine unsprüngliche Form verlieren. Der Zauber des Dimeritiums wirkte weiterhin, doch diesmal stachelte er ihre Wut nur noch an. Jeder, der bereits einmal Zeuge ihrer Verwandlung geworden war, hätte spätestens jetzt, als sich ein warmer, goldener Schein unter ihrer Haut ausbreitete, die Beine in die Hand genommen. „IHRE NAMEN!“ Der Ruf aus ihrer Kehle ähnelte ihrer menschlichen Stimme nun nicht mehr im Geringsten.
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