Es ist nur einige Stunden her, seit die Truppen aus dem Süden über Vergen geflutet sind wie eine Welle aus Tod und Niedergang. Es war relativ hoffnungslos für die Truppen welche ohne die große goldene Sonne Nilfgaards auf der Brust kämpfen mussten. Drazan nahm an der Schlacht nur sehr passiv teil, schmiss das nötigste an Zerstörung mit gebürtigem Abstand in die feindlichen Reihen während er auf eine Gelegenheit lauerte, die ihm einige Tage zuvor per Mitteilung angekündigt wurde. Einen echten Drachen zu sehen, vielleicht sogar zu fangen. Es dauerte nicht lange, bis ein unmenschliches Brüllen über dem Schlachtfeld erhob und kurzerhand die Soldaten von einem gigantischen feuerspeienden Ungetüm überschattet sagen. Etwas, dass im Gegensatz zu diesem tölpelhaften Mord und Totschlag wirklich einmal das Interesse von Drazan wecken konnte. Er hatte sich mit einem magischen Schildzauber vor dem gröbsten gerettet, auch wenn er schwören könnte seine Robe wurde dennoch etwas angesengt, hatte sich die bereits vorher darüber informierten erfahrensten Magier aus seiner Gruppe geschnappt und sich durch die Menge gekämpft. Immer dem Feuer hinterher. Die Schlacht gewannen sie logischerweise trotzdem, war es doch fast unmöglich für die wankenden Königreiche die Kriegsmaschinerie des Kaisers aufzuhalten. Nachdem Drazan und seine Magier einige Zauber auf den Drachen geworfen hatten, schien er tatsächlich Probleme mit dem fliegen zu bekommen und die Gruppe machte sich auf den Weg, das Wesen in den Bergen zu ergreifen.
Der Kampf war mittlerweile geschlagen, die letzten Überlebenden aufgeschlitzt und die wichtigsten Wertgegenstände geplündert, die schönste Frauen missbraucht. Er hatte sich das elend kurz angesehen, als er auf dem Weg zurück dem Kommandanten dieses Angriffes kurz darüber informierte, dass er die Jungfrau von Aedirn in seiner Gewalt hatte. Das sie ein Drache war verschwieg er dabei und informierte ihn gleichzeitig, sie für den Moment in seiner Obhut zu bewahren. Schließlich hatte sie eine ganz besondere Position und der Kaiser würde sicherlich nicht wollen, sie dem gemeinen Pöbel zu überlassen. Er wusste sehr genau, wie weit er mit seiner Rolle als vermutlich erfolgreichster Militärzauberer gehen konnte ohne den Kommandanten zu sehr auf die Füße zu treten. Für den Moment würden sie in Vergen verbleiben, es würde dauern bis sich die Soldaten ausgeruht hatten und das nächste Ziel in Aedirn überrollen konnten. Wäre dies wenigstens eine vernünftige Stadt hätte er damit ja kein Problem doch langeweilte ihn das Ambiente und allzu sehr interessantes gab es nichts, außer die Minen, welche unbedingt verschlossen werden müssen bevor sich eine Katastrophe aus Untoten anbahnt. Er hatte also mehr als genug Zeit sich um seinen neuen Gast zu kümmern. Es war früher Vormittag, als er nach den üblichen Besprechungen in sein Zelt gestapft kam. Er hatte bis jetzt noch nicht wirklich Zeit gehabt, endlich seine Kleidung zu reinigen – oder die angesengten Stellen ausbessern zu lassen. Er sah aus wie der reinste Tyrann! Gekleidet in schwarzen Stoff verstärkt mit schwarzen Ledern, die silberne Sonne des Reiches auf dem Umhang und auf der Brust. Alles nicht gerade die besten Voraussetzungen, aber er vermutete Saskia war gewiss schlimmere Anblicke gewohnt. Er hatte an sein – bis dahin sowieso viel zu aufgeblähtes Zelt – schlicht und ergreifend noch eine weitere Stoffbehausung anbauen lassen, in welcher die Zelle versteckt war. Es war keineswegs die triste, unbequeme Version einer Gefangenschaft mit der man sicherlich fest rechnete, sollte man jemals in die Hände der Schwarzen gelangen. Stattdessen waren, wenn auch etwas karg, die nötigsten Dinge dort die man zum Leben brauchte und die man sich so wünschte. Bett, Waschgelegenheit – nicht die Notwendigkeit in ein Erdloch….nun, jedenfalls war es recht schick. Trotz der eher dünnen Gitterstäbe war es abgesichert, wenn auch nicht auf die Weise die man herkömmlich für so etwas benutzte. Er hatte bereits vor der Gefangenschaft angeordnet, nach dem besten Wissen Schutzzauber, magische Fallen und was man sich sonst noch ausdenken konnte einzubauen um nichts herein oder heraus zu lassen, dass nicht offiziell so gewollt war. Auch gegen Verwandlung hat er höchstpersönlich Vorkehrungen getroffen, auch wenn er wirklich hoffte das Dimeritium würde das für ihn erledigen. Er hatte wirklich keine Ahnung, wie man einen Drachen davon abhielt sich zu verwandeln – es gab die Standartzauber, aber im Großen und Ganzen…ein völlig neues Gebiet!
Er betrat schließlich ohne Umhang und in zumindest mit einem feuchten Tuch gereinigtem Zustand das Zelt, in welchem er das Monster der gestrigen Nacht und die Jungfrau von Aedirn festhielt. Er stellte eine kleine Kiste in den Raum ab, welche er mit sich mitgeschleppt hatte. „Endlich…“, ächzte er leicht genervt als er das Ding abstellte. Es war nicht ganz offensichtlich, ob der Weg bis ins Zelt einfach viel zu anstrengend war mit dem eigentlich nicht schwer aussehenden Holzkasten, oder ob er irgendetwas anderes meinte. Seiner Gefangen würdigte er dabei keines Blickes, jedenfalls noch nicht. Stattdessen öffnete er den Holzkasten, in dem einiges an unsagbaren Gerümpel zu finden war – allen voran sein Notizbuch in welchem er bereits auf einer frischen Seite eine dicke Überschrift gesetzt hatte: Drache. „Ich hoffe, man hat euch mittlerweile etwas zum anziehen gebracht. Ich hatte es jedenfalls angeordnet…“, sprach er sie nun endlich direkt an. Charmant. Kein Hallo, keine Vorstellung. Gar nichts. Mit dem Kopf in der Truhe verschwunden, sprach er weiter. „Ihr könnt euch glücklich schätzen, dass wir euch in den Bergen gefunden haben. Auch wenn es nicht…nun unbedingt so aussieht. Wir haben gemeinsame Freunde, denen ich eure Unversehrtheit zugesagt habe. Allerdings habe ich keinesfalls eingewilligt, an euch keine Forschungen anzustellen. Es…nun, ihr müsst verstehen, dass ihr einfach furchtbar besonders seid.“ Erst jetzt hebt er den Kopf aus der Kiste, stellt sich gerade auf und kommt einen Schritt näher. „Und bei all dem Chaos den ihr gestern angestellt habt, würde ich euch empfehlen, den Umstand das ihr besonders seid strengstens geheim zu halten.“ Auch etwas, wofür er gesorgt hat. Sollte doch niemand hören, was sie hier besprechen würden. „Also…die Jungfrau von Aedirn, Saskia, die Drachentöterin…das sind alles furchtbar untypische Namen für ein fliegendes Monster, findet ihr nicht? Ihr habt sicherlich einen passenderen, da bin ich mir sicher.“ Taktlos wie er nun mal war, konnte man doch eine gewisse Neugier aus seinen Worten hören. Auch wenn eine gewisse Süffisanz mitklang, von der man sich nicht sicher sein konnte ob sie nun aus dem Umstand überleben zu sein resultierte, aus Arroganz oder aus Freude an einem neuen Forschungsobjekt. Jedenfalls war noch kein Foltermeister in Sicht!
Der Kampf war mittlerweile geschlagen, die letzten Überlebenden aufgeschlitzt und die wichtigsten Wertgegenstände geplündert, die schönste Frauen missbraucht. Er hatte sich das elend kurz angesehen, als er auf dem Weg zurück dem Kommandanten dieses Angriffes kurz darüber informierte, dass er die Jungfrau von Aedirn in seiner Gewalt hatte. Das sie ein Drache war verschwieg er dabei und informierte ihn gleichzeitig, sie für den Moment in seiner Obhut zu bewahren. Schließlich hatte sie eine ganz besondere Position und der Kaiser würde sicherlich nicht wollen, sie dem gemeinen Pöbel zu überlassen. Er wusste sehr genau, wie weit er mit seiner Rolle als vermutlich erfolgreichster Militärzauberer gehen konnte ohne den Kommandanten zu sehr auf die Füße zu treten. Für den Moment würden sie in Vergen verbleiben, es würde dauern bis sich die Soldaten ausgeruht hatten und das nächste Ziel in Aedirn überrollen konnten. Wäre dies wenigstens eine vernünftige Stadt hätte er damit ja kein Problem doch langeweilte ihn das Ambiente und allzu sehr interessantes gab es nichts, außer die Minen, welche unbedingt verschlossen werden müssen bevor sich eine Katastrophe aus Untoten anbahnt. Er hatte also mehr als genug Zeit sich um seinen neuen Gast zu kümmern. Es war früher Vormittag, als er nach den üblichen Besprechungen in sein Zelt gestapft kam. Er hatte bis jetzt noch nicht wirklich Zeit gehabt, endlich seine Kleidung zu reinigen – oder die angesengten Stellen ausbessern zu lassen. Er sah aus wie der reinste Tyrann! Gekleidet in schwarzen Stoff verstärkt mit schwarzen Ledern, die silberne Sonne des Reiches auf dem Umhang und auf der Brust. Alles nicht gerade die besten Voraussetzungen, aber er vermutete Saskia war gewiss schlimmere Anblicke gewohnt. Er hatte an sein – bis dahin sowieso viel zu aufgeblähtes Zelt – schlicht und ergreifend noch eine weitere Stoffbehausung anbauen lassen, in welcher die Zelle versteckt war. Es war keineswegs die triste, unbequeme Version einer Gefangenschaft mit der man sicherlich fest rechnete, sollte man jemals in die Hände der Schwarzen gelangen. Stattdessen waren, wenn auch etwas karg, die nötigsten Dinge dort die man zum Leben brauchte und die man sich so wünschte. Bett, Waschgelegenheit – nicht die Notwendigkeit in ein Erdloch….nun, jedenfalls war es recht schick. Trotz der eher dünnen Gitterstäbe war es abgesichert, wenn auch nicht auf die Weise die man herkömmlich für so etwas benutzte. Er hatte bereits vor der Gefangenschaft angeordnet, nach dem besten Wissen Schutzzauber, magische Fallen und was man sich sonst noch ausdenken konnte einzubauen um nichts herein oder heraus zu lassen, dass nicht offiziell so gewollt war. Auch gegen Verwandlung hat er höchstpersönlich Vorkehrungen getroffen, auch wenn er wirklich hoffte das Dimeritium würde das für ihn erledigen. Er hatte wirklich keine Ahnung, wie man einen Drachen davon abhielt sich zu verwandeln – es gab die Standartzauber, aber im Großen und Ganzen…ein völlig neues Gebiet!
Er betrat schließlich ohne Umhang und in zumindest mit einem feuchten Tuch gereinigtem Zustand das Zelt, in welchem er das Monster der gestrigen Nacht und die Jungfrau von Aedirn festhielt. Er stellte eine kleine Kiste in den Raum ab, welche er mit sich mitgeschleppt hatte. „Endlich…“, ächzte er leicht genervt als er das Ding abstellte. Es war nicht ganz offensichtlich, ob der Weg bis ins Zelt einfach viel zu anstrengend war mit dem eigentlich nicht schwer aussehenden Holzkasten, oder ob er irgendetwas anderes meinte. Seiner Gefangen würdigte er dabei keines Blickes, jedenfalls noch nicht. Stattdessen öffnete er den Holzkasten, in dem einiges an unsagbaren Gerümpel zu finden war – allen voran sein Notizbuch in welchem er bereits auf einer frischen Seite eine dicke Überschrift gesetzt hatte: Drache. „Ich hoffe, man hat euch mittlerweile etwas zum anziehen gebracht. Ich hatte es jedenfalls angeordnet…“, sprach er sie nun endlich direkt an. Charmant. Kein Hallo, keine Vorstellung. Gar nichts. Mit dem Kopf in der Truhe verschwunden, sprach er weiter. „Ihr könnt euch glücklich schätzen, dass wir euch in den Bergen gefunden haben. Auch wenn es nicht…nun unbedingt so aussieht. Wir haben gemeinsame Freunde, denen ich eure Unversehrtheit zugesagt habe. Allerdings habe ich keinesfalls eingewilligt, an euch keine Forschungen anzustellen. Es…nun, ihr müsst verstehen, dass ihr einfach furchtbar besonders seid.“ Erst jetzt hebt er den Kopf aus der Kiste, stellt sich gerade auf und kommt einen Schritt näher. „Und bei all dem Chaos den ihr gestern angestellt habt, würde ich euch empfehlen, den Umstand das ihr besonders seid strengstens geheim zu halten.“ Auch etwas, wofür er gesorgt hat. Sollte doch niemand hören, was sie hier besprechen würden. „Also…die Jungfrau von Aedirn, Saskia, die Drachentöterin…das sind alles furchtbar untypische Namen für ein fliegendes Monster, findet ihr nicht? Ihr habt sicherlich einen passenderen, da bin ich mir sicher.“ Taktlos wie er nun mal war, konnte man doch eine gewisse Neugier aus seinen Worten hören. Auch wenn eine gewisse Süffisanz mitklang, von der man sich nicht sicher sein konnte ob sie nun aus dem Umstand überleben zu sein resultierte, aus Arroganz oder aus Freude an einem neuen Forschungsobjekt. Jedenfalls war noch kein Foltermeister in Sicht!
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